Deutschland hat 2025 einen Rekord bei den Einnahmen aus dem CO2-Emissionshandel erzielt. Aus dem Verkauf von Verschmutzungsrechten im europäischen und nationalen System flossen mehr als 21,4 Milliarden Euro in die Staatskasse - rund drei Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Das Geld fließt vollständig in den Klima- und Transformationsfonds und finanziert die Energiewende sowie Klimaschutzmaßnahmen.
Die Deutsche Emissionshandelsstelle, die zum Umweltbundesamt (UBA) gehört, meldete den Rekord. Seit dem Start des Handels im Jahr 2008 wurden mittlerweile über 100 Milliarden Euro eingenommen.
Europäisches und nationales System
Im europäischen Emissionshandel lag der durchschnittliche Zertifikatspreis 2025 bei 73,86 Euro - deutlich über den 65 Euro des Vorjahres. Die Auktionserlöse betrugen 5,4 Milliarden Euro. Das europäische System erfasst Kraftwerke, große Industrieanlagen sowie den innereuropäischen Luft- und Schiffsverkehr.
Der nationale Emissionshandel brachte mit 16 Milliarden Euro den Löwenanteil der Einnahmen. Hier kostete eine Tonne CO2 im Jahr 2025 55 Euro, nach 45 Euro im Vorjahr. Insgesamt wurden 294 Millionen nationale Zertifikate verkauft. Dieses System erfasst Emissionen im Wärme- und Verkehrssektor - darunter Benzin, Diesel, Heizöl sowie Erd- und Flüssiggas.
Finanzierung der Energiewende
Das Geld aus dem Emissionshandel finanziert konkrete Klimaschutzprojekte: die energetische Sanierung von Gebäuden, die Transformation der Industrie zur Klimaneutralität, den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Die CO2-Bepreisung soll Unternehmen und Verbraucher dazu bewegen, den Verbrauch fossiler Energieträger zu reduzieren.
Für jede ausgestoßene Tonne Kohlendioxid wird ein Zertifikat benötigt. Diese Verschmutzungsrechte können unter anderem bei Auktionen an der Leipziger Energiebörse erworben werden. Im nationalen System zahlen Gasversorger oder Mineralölunternehmen die CO2-Abgabe, die sie dann an die Verbraucher weitergeben.
Kritik an hohen Emissionen
UBA-Präsident Dirk Messner erklärte in einer Mitteilung: «Der Emissionshandel hat sich zum zentralen sektorübergreifenden Klimaschutzinstrument entwickelt». In Kombination mit anderen Maßnahmen liefere er entscheidende Impulse für die klimafreundliche Transformation der Gesellschaft.
Christoph Kühleis, kommissarischer Leiter des UBA-Fachbereichs Klimaschutz, Energie und Deutsche Emissionshandelsstelle, sieht die hohen Verkaufszahlen jedoch kritisch. «Die umfangreichen Verkaufsmengen spiegeln das mit Blick auf die Klimaziele deutlich zu hohe Emissionsniveau im Gebäude- und Verkehrsbereich wider», so Kühleis. «Der klimapolitische Handlungsdruck ist in diesen Sektoren enorm.»
Kühleis kritisierte zudem die einjährige Verschiebung des geplanten europäischen Emissionshandels für Brennstoffe. Dieser soll den nationalen Handel ab 2028 weitgehend ersetzen - ursprünglich war der Start für 2027 vorgesehen. Die Verzögerung sollte starke Preiserhöhungen für Verbraucher bei Sprit- und Heizkosten vermeiden. Kühleis argumentierte, die Verschiebung verlangsame den Modernisierungsprozess und behindere das Erreichen der deutschen und europäischen Klimaschutzziele.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.



