Diese 9 deutschen Aktien bieten bis zu 58 Prozent Kurspotenzial

upday.com 1 dzień temu
Wie stark die Krise vor Ort zuschlägt, hängt von der Wirtschaftsstruktur ab. Thomas Warnack/dpa

Das Handelsblatt hat 1600 Analystenberichte ausgewertet und die vielversprechendsten deutschen Aktien für 2026 identifiziert. Neun Unternehmen aus Dax, MDax und SDax stechen besonders hervor - mit Kurspotenzialen von bis zu 58 Prozent.

Die Auswertung basiert auf Daten des Finanzdienstes LSEG und umfasst 160 deutsche Unternehmen. Besonders bemerkenswert: Drei Aktien, die bereits 2025 über 100 Prozent zulegten - Heidelberg Druck, Bilfinger und Nordex - stehen auch für 2026 im Fokus der Analysten.

Dax-Favoriten: Rüstung, Telekom, Luftfahrt

Rheinmetall führt das Dax-Ranking an. 19 von 22 Experten raten zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 2200 Euro - 41 Prozent über dem Schlusskurs von 2025. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern soll seinen Gewinn 2025 und 2026 jeweils um rund 50 Prozent steigern. UBS-Analyst Sven Weier stellte im Dezember fest, dass der jüngste Kursrückgang bereits eine Verteidigungsausgaben-Quote von zwei Prozent einpreise - statt der NATO-Verpflichtung von 3,5 Prozent des BIP. JP Morgan-Analyst David Perry sieht den Rückgang als günstigen Einstiegspunkt.

Deutsche Telekom erlebte zwar fünf aufeinanderfolgende Gewinnerjahre, verlor 2025 aber vier Prozent und notiert 23 Prozent unter dem Jahreshoch vom März. 19 von 21 Experten empfehlen dennoch den Kauf. Ihr Kursziel: 38 Euro, 37 Prozent über dem 2025er-Schlusskurs. Die aktuelle Dividendenrendite beträgt 3,6 Prozent. Fast zwei Drittel des Umsatzes erwirtschaftet der Konzern über die US-Tochter T-Mobile US. Analyst Ottavio Adorisio betonte: «Das von T-Mobile US erzielte Wachstum ist ein Beleg für die starke Marktposition des Unternehmens.»

Airbus legte 2025 bereits 29 Prozent zu. Für 2026 erwarten Analysten weitere 16 Prozent Zuwachs auf 230 Euro. 16 von 21 Experten raten zum Kauf, bei einem KGV von 25. Goldman Sachs-Analyst Sam Burgess sieht die verzögerten Auslieferungen im vierten Quartal 2025 als potenziellen Schub für das erste Quartal 2026. DZ Bank-Analyst Holger Schmidt hebt hervor, dass nachlassende Lieferkettenprobleme entscheidend für höhere Produktion und Auslieferungen seien.

MDax-Picks mit bis zu 34 Prozent Potenzial

CTS Eventim erhält von 13 der 15 Analysten eine Kaufempfehlung. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 105,50 Euro - 34 Prozent über dem 2025er-Schlusskurs von 78,50 Euro. Bank of America-Analyst Henrik Paganetti erklärte nach den Q3-Zahlen, «dass Live-Events in einer zunehmend digitalen Welt an Bedeutung gewinnen werden». Er ergänzte: «Die Angebotsverknappung auf dem Markt, insbesondere bei führenden Künstlern, in Verbindung mit der Rolle der sozialen Medien bei der Steigerung der wahrgenommenen Wertigkeit, unterstützt eine anhaltende Preisdynamik.»

Der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 erhöhte seine Prognose 2025 dreimal und legte 73 Prozent zu. Analysten sehen weiteres Potenzial: Ihr durchschnittliches Kursziel von 34 Euro bedeutet 25 Prozent Zuwachs. Der erwartete Nettogewinn je Aktie soll 2026 um 68 Prozent steigen, 2027 um weitere 41 Prozent. Metzler-Analyst Pal Skirta führt das auf Effizienz zurück: «Die kontinuierliche Fokussierung des Unternehmens auf operative Effizienz, unterstützt durch KI-gesteuerte Preis- und Aufbereitungsprozesse, führt eindeutig zu einer stärkeren Stückwirtschaftlichkeit und besseren Renditen.»

Tui verlor 2025 zwar 14 Prozent, wird für 2026 aber auf 11,50 Euro taxiert - ein Plus von 28 Prozent. 12 von 16 Analysten empfehlen den Kauf. Der Touristikkonzern zahlt erstmals seit der Corona-Pandemie wieder Dividende. Deutsche Bank-Analyst Maximilian Uleer sagt: «Tui ist ein voll integrierter, weltweit führender Reiseveranstalter, der fast 30 Prozent seines Umsatzes in Deutschland erzielt und von den durch die Erholung des Wirtschaftswachstums steigenden Reiseausgaben profitieren dürfte.»

SDax-Werte mit bis zu 58 Prozent Kurschance

GFT Technologies überzeugt alle sechs analysierten Experten zum Kauf. Das Stuttgarter IT-Unternehmen erholte sich vom Korrekturtief im September um 17 Prozent. Analysten sehen zusätzliches Potenzial von 58 Prozent auf 30 Euro. Das KGV liegt bei zehn. Warburg Research-Analyst Felix Ellmann und seine Kollegen gehen davon aus, dass GFT seine Herausforderungen überwunden hat und in diesem Jahr Gewinnwachstum erwartet.

Kontron, früher S&T, erhält von allen elf Analysten eine Kaufempfehlung. Ihr durchschnittliches Kursziel von 31,80 Euro liegt 40 Prozent über dem 2025er-Schlusskurs. Der Technologiekonzern profitiert von industrieller Automatisierung, Digitalisierung von Bahnsystemen und Rüstungsausgaben. In den Segmenten Bahninfrastruktur und Verteidigung liegt die Marge über 20 Prozent. DZ Bank-Analyst Armin Kremser hebt den wachsenden Software-Anteil, besonders das KontronOS-Abo-Modell, als «zentralen Hebel für eine langfristige und dauerhafte Verbesserung der Ertragssituation» hervor.

Cewe, Europas größter Fotodienstleister, erreichte 2023 und 2024 Rekordumsätze und -gewinne. Trotzdem bewegte sich die Aktie zwei Jahre seitwärts. Alle sechs Analysten raten zum Kauf, ihr Kursziel von 140 Euro liegt 38 Prozent über dem 2025er-Schlusskurs. Das KGV beträgt elf. Warburg Research-Analyst Thilo Kleibauer findet die Aktie «äußerst attraktiv». Der Oldenburger Konzern integriert KI in die Fotobuch-Erstellung für Bildauswahl, Layout und Qualitätsverbesserung.

Der Artikel stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar, sondern dient als Diskussionsgrundlage und Ausgangspunkt für weitere Recherchen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

Idź do oryginalnego materiału