Epstein-Akten: Opfernamen veröffentlicht, Täternamen geschwärzt

upday.com 3 godzin temu
US-Justizministerin Pam Bondi muss sich kritischen Fragen vor einem Ausschuss stellen. Tom Brenner/AP/dpa

US-Justizministerin Pam Bondi hat in einer hitzigen Anhörung im Kongress eingeräumt, dass ihr Ministerium Namen von Opfern in den Epstein-Akten «versehentlich» veröffentlicht hatte. Gleichzeitig wich sie Fragen zu mutmaßlichen Schwärzungen aus, die Präsident Donald Trump schützen sollten, und ging scharf gegen die demokratischen Fragesteller vor.

Das Justizministerium hatte Mitte Dezember damit begonnen, Ermittlungsakten zum Missbrauchsring des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zu veröffentlichen. Kurz darauf verschwanden mehr als ein Dutzend Dateien wieder von der Website. Die entfernten Fotos zeigten potenzielle Opfer, die zuvor nicht als solche identifiziert worden waren.

Kritik an ungleicher Schwärzungspraxis

Der demokratische Kongressabgeordnete Jamie Raskin kritisierte das Ministerium scharf: Während Namen von Opfern veröffentlicht wurden, seien Namen von Tätern und Komplizen geschwärzt worden. «Viele hatten ihre Peinigung geheim gehalten, sogar vor Familie und Freunden», sagte Raskin. Die entfernten Fotos habe Bondis Stellvertreter Todd Blanche damit begründet, dass betroffene Personen dies gefordert hätten.

Bondi räumte vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses ein, die Opfernamen seien «versehentlich» publiziert und nach einer Meldung «umgehend» geschwärzt worden. Zu Fragen des demokratischen Abgeordneten Hank Johnson aus Georgia, ob Trumps Name aus den Akten entfernt worden sei, äußerte sie sich nicht direkt. Auch die Frage, ob Ermittlungen gegen Epstein-Kollaborateure laufen, ließ sie unbeantwortet.

Bondi geht in die Offensive

Stattdessen attackierte Bondi die Demokraten und warf ihnen vor, sich «während der letzten vier Jahre» nicht für die Epstein-Akten interessiert zu haben. Der wahre Grund für ihr Interesse sei der «wirtschaftliche Erfolg der USA unter Trump», behauptete sie. Sie bezeichnete die Anhörung als «Theater».

Als Johnson sie mit weiteren Fragen konfrontierte, rief Bondi: «Sie sitzen hier und greifen den Präsidenten an, und das werde ich nicht zulassen.» Und weiter: «Das werde ich nicht hinnehmen.» Johnson warf ihr daraufhin vor, republikanische und demokratische Abgeordnete ungleich zu behandeln.

Hintergrund zum Fall

Jeffrey Epstein betrieb über Jahre einen Missbrauchsring, der viele junge Frauen und Minderjährige zu Opfern machte. Anwälte von Epstein-Opfern hatten die Veröffentlichung der Akten kritisiert, weil die Identitäten der Betroffenen nicht ausreichend geschützt worden seien. In den Akten sind teilweise Klarnamen von Frauen enthalten. Es kursieren Spekulationen, dass Trump belastende Passagen geschwärzt oder bestimmte Dokumente gar nicht veröffentlicht wurden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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