Erste gescheiterte Offshore-Auktion: Warum die Branche die Verschiebung feiert

upday.com 2 godzin temu
Bevor ein Energieunternehmen einen Windpark bauen kann, muss es sich in einer Ausschreibung gegen Mitbewerber durchsetzen - wenn es welche gibt. (Archivbild) Sina Schuldt/dpa

Die Bundesregierung verschiebt die Ausschreibung zweier Nordsee-Windkraft-Flächen. Das Bundeskabinett hat einen entsprechenden Gesetzentwurf beschlossen, wie ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums mitteilte. Der Schritt kommt, nachdem eine frühere Auktion für diese Gebiete gescheitert war und die Branche das bisherige Vergabeverfahren scharf kritisiert hatte.

Betroffen sind die Flächen N-10.1 und N-10.2 in der ausschließlichen Wirtschaftszone. Die Bundesnetzagentur hatte die Ausschreibung ursprünglich für Juni dieses Jahres angekündigt. Nach Angaben des Bundesverbands Windenergie Offshore (BWO) soll der neue Termin nun im Jahr 2027 liegen.

Bereits im August vergangenen Jahres war eine Ausschreibung für diese beiden Gebiete gescheitert – kein Unternehmen hatte damals ein Gebot abgegeben. Es war das erste Mal, dass eine Offshore-Ausschreibung in Deutschland erfolglos blieb.

Technische Verzögerungen als Grund

Ein stellvertretender Regierungssprecher verwies auf Herausforderungen als Begründung für die Verschiebung. Konkret geht es um Verzögerungen beim Bau von Konverterplattformen. Diese werden in der Nähe von Windparks installiert und wandeln den von Windturbinen erzeugten Wechselstrom in Gleichstrom um – für einen verlustarmen Transport an Land.

Branche begrüßt Entscheidung

Der Bundesverband Windenergie Offshore lobt die geplante Verschiebung. Hans Sohn, Leiter der Stabsstelle Politik und Kommunikation des BWO, erklärte: «Aus unserer Sicht wäre eine weitere Auktion der beiden Flächen nach den bisherigen Regeln sehr riskant gewesen.»

Branchenverbände kritisieren das bestehende Ausschreibungsverfahren seit langem. Sie bemängeln, dass es zu stark auf finanzielle Kriterien setzt. Auf dem Nordsee-Gipfel in Hamburg am Montag verpflichtete sich die Bundesregierung in der "Erklärung von Hamburg", an einer Stabilisierung der Ausschreibungen zu arbeiten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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