Festnahmen und Abschiebungen treiben Balkan-Fahrer zu Grenzblockaden

upday.com 3 godzin temu
Serbischer LKW-Fahrer am Grenzübergang Batrovci zwischen Serbien und Kroatien während der Proteste gegen EU-Visa-Bestimmungen (Symbolbild) (Photo by Andrej ISAKOVIC / AFP via Getty Images) Getty Images

LKW-Fahrer aus Nicht-EU-Balkanländern haben am Montag Fracht-Grenzübergänge blockiert. Sie protestieren gegen die strengere Durchsetzung der 90-Tage-Regel im Schengen-Raum, die ihre Arbeit massiv behindert. Dutzende Fahrer wurden bereits festgenommen und aus dem EU-Gebiet abgeschoben.

Die koordinierten Blockaden fanden in Bosnien, Serbien, Nordmazedonien und Montenegro statt, unter anderem am Hafen Bar an der Adriaküste. Nur Transporte mit Medikamenten, lebenden Tieren, Waffen und Sprengstoffen durften passieren.

Der LKW-Fahrer Amir Hadzidedic sagte am Grenzübergang Svilaj zwischen Bosnien und Kroatien: «Es tut uns leid, dass es so weit gekommen ist, aber wir hatten keine Wahl.» Die Fahrer fordern eine Ausnahmeregelung für Berufskraftfahrer. «Das Einzige, was wir mit diesem Protest verlangen, ist arbeiten zu dürfen, nichts anderes», so Hadzidedic weiter.

Verschärfte Kontrollen seit Oktober

Das Problem hat sich seit Oktober verschärft. Damals startete die EU ihr neues elektronisches Ein- und Ausreisesystem (EES), das die Einhaltung der Regeln strenger überwacht. Die vollständige Umsetzung wird für April erwartet.

Die 90-Tage-Regelung selbst ist nicht neu: Nicht-EU-Bürger dürfen sich innerhalb von 180 Tagen maximal 90 Tage im Schengen-Raum aufhalten. Für LKW-Fahrer, die regelmäßig Waren in die EU liefern, wird diese Grenze durch die häufigen Grenzübertritte schnell erreicht.

Auswirkungen auch auf Busreisen

Auch Busfahrer sind betroffen. Der Fahrer Muhamed Kantic beschrieb die Konsequenzen: «Wenn unser Fahrer festgenommen wird, bleiben die Passagiere allein im Bus und warten manchmal stundenlang, bis wir Ersatzfahrer finden.» Dies sei «nicht nur eine Belästigung für Fahrer, sondern auch für Passagiere».

EU signalisiert Aufmerksamkeit

Die Europäische Kommission nimmt das Problem zur Kenntnis. Sprecher Markus Lammert erklärte in Brüssel: «Wir verfolgen die Situation genau und stehen mit unseren Partnern in der Region in Kontakt.» Die EU sei sich bewusst, dass Berufskraftfahrer, Sportler und Tournee-Künstler längere Aufenthalte benötigen könnten. «Dies ist eine Angelegenheit, die unsere volle Aufmerksamkeit hat», so Lammert.

Serbiens Ministerpräsident Djuro Macut drängte vergangene Woche in einem Treffen mit dem EU-Vertreter auf einen Sonderstatus für regionale Fahrer. Er warnte, das Problem drohe Transportunternehmen «vollständig zu lähmen» und den Volkswirtschaften aller Balkanländer zu schaden.

Die sechs Länder der Westbalkan-Region – Albanien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Kosovo, Nordmazedonien und Montenegro – streben alle die EU-Mitgliedschaft an und befinden sich in unterschiedlichen Stadien des Reformprozesses.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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