Glatteis überlastet Kliniken: Berlin am Anschlag, Hamburg doppelt so viele Verletzte

upday.com 4 godzin temu
Deutsche Krankenhäuser melden extreme Belastung durch Glatteis-Unfälle (Symbolbild - KI-generiert) AI Generated Stock Image

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) meldet eine extreme Belastung der Notaufnahmen durch das Winterwetter der vergangenen Tage. Eis und Schnee haben zu zahlreichen Fußgänger-Unfällen mit Knochenbrüchen sowie schweren Verkehrsunfällen geführt. Besonders dramatisch ist die Lage am Berliner Unfallkrankenhaus, das am Kapazitätslimit arbeitet. Auch in Hamburg behandeln Kliniken deutlich mehr Patienten. Der Deutsche Wetterdienst warnt weiter vor Glatteis im äußersten Osten und Nordosten Deutschlands.

DKG-Vorsitzender Gaß sagte der Rheinischen Post, die Notaufnahmen hätten überwiegend kleinere Verletzungen und Brüche durch Stürze sowie schwere Verkehrsunfälle auf glatten Straßen behandeln müssen. Die Belastung sei extrem.

Berlin: Unfallkrankenhaus am Anschlag

Das Berliner Unfallkrankenhaus versorgt derzeit zahlreiche Verletzte nach Glatteis-Unfällen und Silvester-Böller-Verletzungen. Sprecherin Angela Kijewski berichtete dem Tagesspiegel von langen Warteschlangen. «Wir sind am Anschlag», sagte sie. Die Patienten erlitten Knochenbrüche, Platzwunden am Kopf und Schädelhirntraumata.

Kijewski appellierte eindringlich an die Bevölkerung: «Es gibt lange Warteschlangen, wir können nur empfehlen, jedes Risiko zu meiden.» Sie riet zudem, Spikes an Schuhen anzubringen und auf ältere Nachbarn zu achten. «Passen Sie auch auf ihre Nachbarn auf oder fragen Sie, ob Sie für ältere Menschen Dinge besorgen können, um ihnen den Weg zu ersparen.»

Die Charité verzeichnete einen leichten Anstieg bei Sturz-Patienten. Sprecher Markus Heggen sagte dem Tagesspiegel, er führe dies auf erhöhte Vorsicht zurück: «Im Gegensatz zur Glätte nach Weihnachten sind viele Menschen offenbar gut informiert und vorsichtiger. Wir rechnen dennoch mit Verletzten, die nun infolge der kommenden ungemütlichen Witterung versorgt werden müssen.»

Hamburg: Doppelt so viele Unfallverletzte

In Hamburg behandeln die Asklepios-Kliniken deutlich mehr Patienten nach Stürzen. Ein Sprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur: «In den vergangenen Tagen gab es deutlich mehr Patientinnen und Patienten, die nach Stürzen in eine unserer sieben Notaufnahmen in Hamburg gekommen sind.»

Allein die Klinik St. Georg verzeichnete doppelt so viele Unfallverletzungen. Am Wochenende behandelten und operierten Ärzte dort mehr als 20 Knochenbrüche. Das Universitäts-Klinikum Hamburg-Eppendorf versorgt seit dem Wochenende täglich bis zu 20 Patienten mit wetterbedingten Verletzungen - bei normalerweise 170 bis 200 Behandlungen pro Tag in der Notaufnahme.

Pflegekräfte, OP-Personal, Röntgenspezialisten und Unfallchirurgen sind rund um die Uhr im Dauereinsatz. Die Kliniken mussten planbare Operationen bislang nicht verschieben, so der Asklepios-Sprecher.

Hausärzte erwarten Nachbehandlungen

Der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbands, Beier, berichtete im Deutschlandfunk von einer bisher überschaubaren Patientenzahl in den Praxen. «Vieles konnte direkt in unseren Praxen behandelt werden, in einigen Fällen mussten die Patientinnen und Patienten in die Kliniken überwiesen werden», sagte er. In den kommenden Tagen rechne man jedoch mit vielen Patienten, die Nachbehandlungen nach Stürzen benötigen.

Der Deutsche Wetterdienst warnt weiterhin vor markanter Glatteisgefahr, besonders im äußersten Osten und Nordosten. Im Westen des Landes hat sich das Wetter beruhigt.

Hamburger Ärzte appellieren an die Bevölkerung, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben - besonders Menschen, die nicht standfest sind. «Auch Radfahren sollte man aktuell besser nicht», warnte der Asklepios-Sprecher. Karl-Heinz Frosch, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie und Orthopädie des UKE, begründete: «So senken Sie das Risiko, aufgrund der Glätte zu stürzen, schützen sich vor Verletzungen und helfen dabei, die Krankenhäuser in der Stadt zu entlasten.»

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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