Höchster Stand seit 2012: 985 Organspender in 2025 – doch 8.199 warten

upday.com 2 godzin temu
Ein Organspendeausweis der Techniker Krankenkasse wird ausgefüllt (Symbolbild) (Photo by Sean Gallup/Getty Images) Getty Images

Die Zahl der Organspender in Deutschland ist 2025 auf 985 gestiegen – der höchste Stand seit 2012. Das entspricht 11,8 Spendern pro eine Million Einwohner, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation mitteilte. Trotz des Anstiegs reicht die Versorgung nicht aus: Bundesweit warten 8.199 Menschen auf ein lebensrettendes Spenderorgan.

Die Entwicklung verlief regional unterschiedlich. Berlin verzeichnete mit 33 Organspendern einen deutlichen Rückgang gegenüber 2024 (42 Spender) und 2023 (53 Spender). Brandenburg hingegen legte zu: 20 Menschen spendeten dort 2025 ihre Organe nach dem Tod – im Vorjahr waren es nur zwölf gewesen.

Baden-Württemberg erreichte mit 154 Spendern eine Quote von 13,7 pro Million Einwohner und lag damit über dem Bundesschnitt. Thüringen übertraf mit 16,8 Spendern pro Million Einwohner das nationale Niveau noch deutlicher. Die DSO-Region Ost, zu der Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gehören, erreichte 38 Prozent mehr Organspenden als der Bundesdurchschnitt.

Wartelisten bleiben lang

In Thüringen warteten Ende 2025 noch 281 Menschen auf ein passendes Organ, in Baden-Württemberg 884. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der DSO, nannte die bundesweiten Zahlen «ein wichtiges und ermutigendes Signal». Er betonte aber: «Der Mangel an Spenderorganen besteht weiterhin.»

Rahmel verwies auf ein grundsätzliches Problem: «Die Mehrheit der Menschen in Deutschland steht der Organspende grundsätzlich positiv gegenüber, hat ihre persönliche Entscheidung jedoch nicht festgehalten.» Etwa zwei Drittel der Kontakte zwischen Krankenhäusern und der DSO führen nicht zu einer Organspende – häufig, weil keine dokumentierte Entscheidung des möglichen Spenders vorliegt.

Politische Debatte um Widerspruchslösung

Die DSO begrüßte die erneute politische Diskussion über eine Widerspruchslösung. Diese würde bedeuten: Jeder Bürger gilt grundsätzlich als Organspender, sofern er nicht aktiv widersprochen hat. Aktuell gilt in Deutschland die Zustimmungslösung – Organspenden sind nur mit ausdrücklicher Einwilligung möglich.

Rahmel machte deutlich, welches Potenzial in besserer Organisation liegt: «Wenn bundesweit so viele Organspenden realisiert würden wie in dieser Region, wäre die Situation für wartende Patientinnen und Patienten spürbar besser», sagte er mit Blick auf die DSO-Region Ost.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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