Jeder sechste Arbeitnehmer ausländisch - 2015 war es noch jeder zehnte

upday.com 2 godzin temu
Ein Beschäftigrer aus Gambia in einer Firma in Deutschland. (Archivbild) Jan Woitas/dpa

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat heute auf einer Konferenz in Berlin eine deutliche Verschiebung am deutschen Arbeitsmarkt präsentiert: Seit 2021 geht das gesamte Beschäftigungswachstum ausschließlich auf ausländische Arbeitnehmer zurück. Die Zahl deutscher Beschäftigter sinkt dagegen kontinuierlich – hauptsächlich wegen der alternden Gesellschaft.

Die Zahlen zeigen den Wandel deutlich. Aktuell ist etwa jeder sechste Arbeitnehmer in Deutschland ein ausländischer Staatsangehöriger, das entspricht 17 Prozent. Zum Vergleich: 2015 war es noch nicht einmal jeder Zehnte. Für 2025 schätzt das Statistische Bundesamt die Gesamtbeschäftigung auf rund 46 Millionen Menschen – 5.000 weniger als im Vorjahr.

Verschiebung bei Herkunftsregionen

Eine Verschiebung gibt es auch bei den Herkunftsregionen. Die Zahl der EU-Arbeitskräfte in Deutschland ging kürzlich um 30.000 auf 2,57 Millionen zurück – ein Rückgang, der seit 2024 zu beobachten ist. Gleichzeitig stieg die Zahl der Arbeitnehmer aus Drittstaaten deutlich von 2,74 auf 3,29 Millionen. Allein aus Asylherkunftsländern und der Ukraine arbeiten 1,2 Millionen Menschen in Deutschland, über eine Million davon sozialversicherungspflichtig.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Deutschen sinkt seit 2023: von 29,5 Millionen im Jahr 2022 auf zuletzt 29,0 Millionen. Der letzte Beschäftigungsrückgang insgesamt lag im Corona-Jahr 2020.

BA fordert klare Prioritäten

Daniel Terzenbach, Vorstandsmitglied der BA, betonte auf der Konferenz "Migration und Arbeit" die Notwendigkeit von Zuwanderung. Er sagte der dpa: «Zuwanderung ist eine notwendige Voraussetzung für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die soziale Stabilität unseres Landes.» Er fügte hinzu: «Vor dieser Realität kann man nicht weglaufen.»

Seine Vorstandskollegin Vanessa Ahuja forderte bessere Rahmenbedingungen, um qualifizierte Fachkräfte in Deutschland zu halten. Sie sagte der dpa: «Wer nach Deutschland kommt, will hier arbeiten – aber auch sicher leben und dazugehören.» Die BA verlangt laut der Zusammenstellung "klare Akzente" bei der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen und der Arbeitsmigration aus Drittstaaten.

Zu den politischen Initiativen gehören das Programm "Job-Motor" zur Integration von Geflüchteten in Arbeit und die geplante "Work-and-Stay-Agentur" als zentrale Anlaufstelle für Formalitäten ausländischer Fachkräfte. An der Konferenz nehmen neben BA-Vorstandsmitgliedern auch politische Vertreter, Behörden, Unternehmen und Wissenschaftler teil. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) wird noch erwartet.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

Idź do oryginalnego materiału