Längster Stromausfall seit 1945: 25.000 Haushalte ohne Strom nach Anschlag

upday.com 1 dzień temu
Die Bundeswehr unterstützt das Technische Hilfswerk bei der Betankung mit Diesel, der für Notstromaggregate benötigt wird. Jens Kalaene/dpa

Rund 25.000 Haushalte in Berlin sind seit fünf Tagen ohne Strom - nach einem mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat die Ermittlungen übernommen. Es ist der längste Stromausfall in der Nachkriegsgeschichte der Hauptstadt. Die Temperaturen sinken auf bis zu minus sieben Grad.

Der Netzbetreiber Stromnetz Berlin rechnet damit, dass die verbliebenen betroffenen Haushalte bis Donnerstagnachmittag wieder ans Netz gehen. Seit Samstagmorgen fehlte zunächst 45.000 Haushalten und 2.200 Gewerbebetrieben in Südwest-Berlin der Strom.

Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Terrorismus

Die Bundesanwaltschaft verdächtigt die Täter der verfassungsfeindlichen Sabotage, Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Brandstiftung und Störung öffentlicher Betriebe. Die linksterroristische Gruppe "Vulkangruppen" hat sich zu dem Anschlag bekannt. Die Gruppierung soll seit 2011 Brandanschläge auf öffentliche Infrastruktur in Berlin und Brandenburg verüben.

Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) bestätigte die Echtheit des Bekennerschreibens. Sie sagte: «Wir sprechen von einem linksterroristischen Anschlag auf unser Stromnetz, hochkonspirativ vorbereitet und mit erheblicher krimineller Energie ausgeführt»

Scharfe Kritik von der CDU

Der innenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Alexander Throm (CDU), übte deutliche Kritik. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Spätestens jetzt ist klar, dass Linksextremismus und Linksterrorismus nicht mehr verharmlost werden dürfen, wie dies vielfach noch im links-grünen Milieu der Fall ist»

Throm warf den Behörden Versäumnisse vor: «Das hat auch dazu geführt, dass die Ermittlungen gegen diese Gruppen in den letzten Jahren vernachlässigt wurden.»

Umfangreiche Hilfsmaßnahmen für Betroffene

Die Stadt Berlin hat mehrere Hilfsmaßnahmen organisiert. Die Stadt öffnet drei öffentliche Bäder rund um die Uhr für kostenlose Duschen. Die Berliner Verkehrsbetriebe stellen Busse bereit, um Menschen zu den Bädern zu bringen.

Die Bundeswehr unterstützt mit dem Transport und Anschluss von Notstromaggregaten. Soldaten verteilen warme Suppe und Tee. Museen, Kinos und der Berliner Zoo bieten als Aufwärm-Orte Zuflucht vor der Kälte.

Senat plant verstärkte Videoüberwachung

Der Berliner Senat kündigte verschärfte Sicherheitsmaßnahmen an. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD), die auch für Energie zuständig ist, will die Videoüberwachung an kritischen Punkten verstärken. Berlins Stromnetz umfasst 35.000 Kilometer, davon verlaufen ein Prozent oberirdisch. Kameras überwachen bereits drei Viertel dieser oberirdischen Leitungen.

Steffen Krach, Spitzenkandidat der Berliner SPD, forderte weitere praktische Hilfe. Er warnte: «Sobald der Strom fließt, werden die Menschen in ihren Wohnungen und Häusern, genauso wie die Betriebe und Unternehmen, mit weiteren Herausforderungen konfrontiert sein»

Krach verlangte: «Deshalb wird es darauf ankommen, eine Informations- und Beratungsstruktur anzubieten und einen Notfallfonds vorzubereiten, damit die Menschen mit den Folgekosten des Anschlags nicht allein gelassen werden.»

Das Bundesinnenministerium wird die Abgeordneten des Bundestags-Innenausschusses am Donnerstag telefonisch über den Anschlag informieren.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

Idź do oryginalnego materiału