Lenovo hat auf der Technikmesse CES in Las Vegas den KI-Assistenten Qira vorgestellt. Die neue Software verbindet Windows-PCs und Android-Smartphones von Motorola zu einem einheitlichen System - ähnlich wie Apple es mit iPhone, iPad und Mac vorlebt. Qira soll kontinuierlich im Hintergrund arbeiten und Nutzern ein nahtloses Erlebnis über alle Geräte hinweg bieten.
Der chinesische Technologiekonzern, der mehr als ein Viertel des weltweiten PC-Markts kontrolliert, setzt mit Qira auf eine systemweite Integration. Anders als Chatbots wie ChatGPT benötigt Qira keine separate App. Der Assistent baut eine gemeinsame Wissensdatenbank auf, die ausgewählte Interaktionen, Erinnerungen und Dokumente geräteübergreifend verbindet.
Dan Dery, Manager bei Lenovo, erklärte: «Qira ist kein weiterer Assistent, sondern eine neue Art, wie Intelligenz auf Geräten zum Einsatz kommt.» Das Ziel sei es, «KI weniger als ein Werkzeug zu verstehen, das man benutzt, sondern eher als eine Intelligenz, die kontinuierlich und natürlich mit einem zusammenarbeitet.»
Motorola dringt ins Premium-Segment vor
Lenovo-Tochter Motorola präsentierte zudem mehrere neue Produkte. Das Smartphone-Flaggschiff Signature markiert den Einstieg in die High-End-Klasse: Der nur knapp sieben Millimeter dünne Androide wiegt 186 Gramm und verfügt über Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5-Prozessor. Das 6,8-Zoll-OLED-Display erreicht eine Helligkeit von bis zu 6200 Candela pro Quadratmeter und eine Bildwiederholrate von maximal 165 Hertz. Vier 50-Megapixel-Kameras mit Sony-Sensoren komplettieren die Ausstattung.
Zur Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada bringt Motorola eine FIFA-Edition des Razr heraus. Das etwa 700 Dollar teure Klapphandy trägt das WM-Logo auf grüner Rückseite und bietet exklusive Grafiken sowie den Turniersong als Klingelton. Die neue Moto Watch hält bis zu 13 Tage durch und funktioniert mit allen Android-Smartphones ab Version zwölf.
Das Zubehör-Portfolio wächst um den Moto Pen Ultra-Stylus mit KI-Funktion «Sketch to Image», den Moto Tag 2-Tracker mit austauschbarer Batterie für bis zu 500 Tage Laufzeit und den Sound Flow-Bluetooth-Lautsprecher in Kooperation mit Bose. Motorola kündigte zudem sein erstes großes Foldable Razr Fold für Anfang März auf dem Mobile World Congress in Barcelona an. Laut Leaks soll der Preis deutlich unter 2000 Euro liegen.
Datenschützer sehen Qira kritisch
Die umfassende Datensammlung von Qira dürfte Datenschützer auf den Plan rufen. Lenovo betont allerdings, dass Privatsphäre und Einwilligung der Nutzer zentral seien. Die Daten würden in der Regel lokal auf dem Gerät verarbeitet und nicht in eine Cloud übertragen. Wann Qira in deutscher Sprache und in Deutschland verfügbar sein wird, teilte Lenovo nicht mit. Die Software startet zunächst im laufenden Quartal auf Lenovo-Geräten, später folgen Motorola-Smartphones.
Lenovo hatte die Mobilfunksparte von Motorola, einst ein amerikanischer Mobilfunk-Pionier aus Chicago, im Jahr 2014 von Google übernommen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.



