Minus 14 Grad: 27 Raketen + über 300 Drohnen - Hunderttausende ohne Heizung

upday.com 3 godzin temu
Eine Person nutzt eine Taschenlampe, um durch eine dunkle Straße in Kiew zu gehen (Symbolbild) (Photo by Roman PILIPEY / AFP via Getty Images) Getty Images

Russland hat in der Nacht zum Dienstag mit 27 Raketen und mehr als 300 Drohnen die ukrainische Energieinfrastruktur massiv angegriffen. Die Attacken trafen vor allem Kiew und die Region Odessa – bei Temperaturen von minus 14 Grad bleiben Hunderttausende ohne Strom, Heizung und Wasser.

Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete, dass kürzlich eingetroffene Luftabwehrraketen für US-Patriot- und Nasams-Systeme «bedeutend geholfen» hätten, die Zahl der Treffer zu minimieren. Die Raketen für die amerikanischen Patriot- und Nasams-Systeme stärkten die Abwehr. Sie trafen erst einen Tag vor den massiven Angriffen ein.

In Kiew sind nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko 5635 Wohngebäude ohne Heizung. Er teilte über den Onlinedienst Telegram mit, dass auch die Wasserversorgung ausfiel.

In der Region Odessa traf der Drohnenangriff Energie- und Gasanlagen sowie ein Wohngebäude. Der Angriff verletzte mindestens eine Person.

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk zeigte sich empört über die Angriffe: «Die Zivilbevölkerung trägt die Hauptlast dieser Angriffe. Sie können nur als grausam bezeichnet werden. Sie müssen aufhören.»

Das Auswärtige Amt in Berlin warnte, die Energieversorgung der Ukraine stehe kurz vor dem Kollaps. Deutschland habe 60 Millionen Euro humanitäre Hilfe bereitgestellt.

Neben den Patriot- und Nasams-Systemen spielten auch das deutsche Iris-T-System und das französisch-italienische SAMP/T-System eine Rolle bei der Raketenabwehr. Selenskyj betonte auf der Plattform X: «Die Partner dürfen in dieser Hinsicht nicht nachlassen – Luftverteidigungsraketen sind ein echter Schutz für die Menschen.»

Selenskyj kündigte in einer Videobotschaft vom Montag zudem an, dass die Ukraine die Luftverteidigung reorganisiert. Selenskyj ernannte Pawlo Jelisarow zum neuen stellvertretenden Luftwaffenkommandeur. Er soll eine neue Herangehensweise entwickeln.

Am Wochenende hatte Selenskyj vor einem massiven russischen Angriff gewarnt: «Russland hat einen Angriff vorbereitet, einen massiven Schlag, und wartet auf den Moment, ihn auszuführen.» Die russische Aufklärung habe sich dabei auf Ziele wie Umspannwerke konzentriert, die Atomkraftwerke mit Strom versorgen.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) meldete zudem, dass das Atomkraftwerk Tschernobyl durch militärische Aktivitäten seine externe Stromversorgung verloren habe. Die Ukraine schaltete den letzten aktiven Reaktor dort im Jahr 2000 ab.

Selenskyj knüpft Davos-Besuch an Bedingungen

Präsident Selenskyj hat seine Teilnahme am Weltwirtschaftsforum in Davos an konkrete Bedingungen geknüpft. Er sagte Journalisten: «Wenn die Dokumente fertig sind, dann wird es ein Treffen (mit US-Präsident Donald Trump) und eine Reise geben.» Selenskyj meint damit Vertragsunterzeichnungen oder Hilfszusagen für Energie oder Luftverteidigung.

Der ukrainische Vizeministerpräsident für EU- und NATO-Integration, Taras Katschka, erklärte bei einer Diskussionsveranstaltung in Davos, die ukrainische Armee benötige enorme Summen: «Wenn sich die Situation nicht ändert, das heißt das aggressive Verhalten Russland bezüglich Europas und der Welt, dann kann das in den nächsten zehn Jahren bis zu 700 Milliarden US-Dollar (gut 600 Milliarden Euro) kosten.» Davon kämen 425 Milliarden Euro aus dem eigenen Budget der Ukraine.

Trumps Friedensgipfel und diplomatische Aktivitäten

US-Präsident Donald Trump plant einen globalen Friedensgipfel und hat dazu 60 Staats- und Regierungschefs eingeladen – darunter Selenskyj und den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Selenskyj teilte in einem WhatsApp-Chat mit Medienvertretern mit, er könne «es sich jedoch nur schwer vorstellen, gemeinsam mit Russland in diesem oder einem anderen Gremium zu sein».

Der französische Präsident Emmanuel Macron schlug Trump in einer Kurznachricht vor, ein G7-Treffen mit Russland in Paris zu organisieren. Macron schrieb laut der am Dienstag bestätigten Nachricht: «Mein Freund, wir sind auf einer Linie mit Blick auf Syrien. Wir können Großes vollbringen im Iran. Ich verstehe nicht, was Du in Grönland tust.» Weiter bot er an: «Ich kann die Ukrainer, die Dänen, die Syrer und die Russen am Rand einladen.»

Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge die Einladung Putins: «Derzeit prüfen wir alle Details dieses Angebots, zudem hoffen wir auf Kontakte mit der amerikanischen Seite, um alle Nuancen zu klären.»

Lawrow erhebt Vorwürfe gegen USA

Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf den USA auf einer Pressekonferenz am Dienstag vor, Versprechen nicht einzuhalten. Es ging um die Besatzung des Öltankers «Marinera», den US-Behörden Anfang des Monats im Nordatlantik beschlagnahmten. Das Schiff gehört zu einer «Schattenflotte», die gegen US-Sanktionen verstößt und Öl für Venezuela, Russland und den Iran transportiert.

Lawrow erklärte: «Uns wurde versichert, dass auf höchster Ebene eine Entscheidung über ihre Freilassung getroffen worden sei.» Die US-Ankündigung einer möglichen Strafverfolgung der Besatzung bezeichnete er als inakzeptabel. Er forderte: «Wir erwarten, dass unsere amerikanischen Kollegen die Versprechen halten, die uns gemacht wurden.» Russland bezeichnet die Beschlagnahme des Tankers als illegal.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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