Die Mehrheit der Deutschen rechnet nicht mit niedrigeren Restaurantpreisen trotz der Mehrwertsteuersenkung auf Speisen. Dennoch will fast jeder Vierte künftig öfter essen gehen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Nürnberger Instituts für Marktentscheidungen (NIM).
Nur 13 Prozent der Befragten erwarten, dass die Preise durch die Steuersenkung sinken werden. 41 Prozent glauben, die Mehrwertsteuersenkung helfe zumindest, die Preise zu stabilisieren. 38 Prozent gehen davon aus, dass die Steuerentlastung vor allem zu höheren Gewinnen für die Gastronomiebetriebe führen wird.
Trotz fehlender Preiserwartungen gaben 23 Prozent der Befragten an, lokale Gastronomieangebote künftig eher oder sehr wahrscheinlich häufiger zu nutzen. 41 Prozent zeigten sich unentschieden, 36 Prozent halten dies für eher unwahrscheinlich.
Jüngere und Stammgäste besonders offen
Besonders aufgeschlossen zeigen sich jüngere Menschen und Restaurantbesucher, die bereits regelmäßig essen gehen. 38 Prozent der 18- bis 39-Jährigen wollen ihre Restaurantbesuche steigern. Bei denjenigen, die bereits wöchentlich auswärts essen, liegt dieser Anteil sogar bei 43 Prozent.
Katharina Gangl, Konsumpsychologin und Studienleiterin vom NIM, ordnet die Ergebnisse ein: «Die Befragung zeichnet ein insgesamt nüchtern-positives Bild der Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie.» Sie betonte: «Dies spricht für eine grundsätzlich positive Haltung gegenüber Steuersenkungen, auch unabhängig vom unmittelbaren Eigennutzen.» Für die Branche deute die Befragung vorsichtige Hoffnungssignale an, so Gangl.
Hintergrund zur Steuersenkung
Zum Jahreswechsel wurde die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie von 19 auf sieben Prozent gesenkt. Branchenverbände hatten zuvor die Erwartungen auf Preissenkungen gedämpft und erklärt, die Steuerentlastung sei vor allem nötig, um gestiegene Betriebskosten auszugleichen.
Für die Umfrage befragte das NIM zwischen dem 2. und 7. Januar online 1.010 repräsentativ ausgewählte Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.





