Das Statistische Bundesamt veröffentlicht heute um 14 Uhr die erste Schätzung für die Inflationsrate im Dezember und im Gesamtjahr 2025. Ökonomen erwarten, dass die Teuerung weiterhin über der Zwei-Prozent-Marke liegt – auch wenn die große Inflationswelle nach dem Ukraine-Krieg abgeflaut ist. Besonders Dienstleistungen wie Restaurantbesuche, Kfz-Versicherungen und Pauschalreisen treiben die Preise nach oben.
Die Inflation zeigt sich hartnäckiger als erhofft. Im November lag die Rate bei 2,3 Prozent. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel stellte kürzlich fest: «Der Rückgang der Inflationsrate in Deutschland verläuft etwas zäher als gedacht.» Als Gründe nennt er das anhaltende Lohnwachstum und weniger stark fallende Energiepreise.
Lebensmittelpreise mit großen Schwankungen
Das Statistische Bundesamt meldet deutliche Preissprünge bei einzelnen Produkten. Sauerkirschen verteuerten sich im November 2025 im Vergleich zum Vorjahr um fast 50 Prozent. Schokolade kostete über ein Viertel mehr, Bohnenkaffee und Rinderhack legten um mehr als 22 Prozent zu.
Gleichzeitig sanken andere Preise: Butter wurde innerhalb eines Jahres um über ein Fünftel günstiger, ebenso Weintrauben. Olivenöl verbilligte sich von November 2024 bis November 2025 um über 17 Prozent, Kartoffeln um rund 16 Prozent. Auch Fernseher und Smartphones waren im Herbst deutlich preiswerter.
Wahrnehmung weicht stark von Realität ab
Verbraucher nehmen die Inflation drastisch höher wahr als sie tatsächlich ist. Eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft ergab: Die Teilnehmer schätzten die Teuerungsrate für 2024 auf 15,3 Prozent – etwa siebenmal höher als die tatsächlichen 2,2 Prozent. Diese "Supermarkt-Inflation" prägt das Empfinden vieler Menschen, da Lebensmittel seit 2019 um über ein Drittel teurer wurden.
Nach den Höchstständen von 6,9 Prozent im Jahr 2022 und 5,9 Prozent im Jahr 2023 hat sich die Inflation 2024 mit 2,2 Prozent normalisiert. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für 2025 eine Rate von 2,1 Prozent. Das Ifo-Institut prognostiziert für 2027 sogar 2,3 Prozent – weiterhin über dem Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank für die Eurozone.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.







