Deutsche Rodel-Teams haben beim Weltcup in Winterberg Heimsiege gefeiert - doch für die Siegerinnen Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal könnte der Triumph bitter enden. Trotz ihres Erfolgs im Frauen-Doppel droht dem Duo wegen begrenzter Olympic-Startplätze das Aus für die Winterspiele in Italien. Auch im Bob-Sport gab es deutsche Erfolge: Laura Nolte holte beim Weltcup in St. Moritz EM-Silber im Zweierbob.
Degenhardt und Rosenthal setzten sich in Winterberg mit 0,100 Sekunden Vorsprung gegen die Österreicherinnen Selina Egle und Lara Michaela Kipp durch. Bei den Männern siegten die Rekord-Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt mit 0,054 Sekunden Vorsprung vor Thomas Steu und Wolfgang Kindl aus Österreich. Dajana Eitberger und Magdalena Matschina komplettierten als Dritte das deutsche Podest im Frauen-Doppel.
Olympic-Qualifikation ungewiss
Die Freude über den Sieg wird durch die Olympic-Problematik überschattet. Pro Nation steht im Frauen-Doppel nur ein Startplatz zur Verfügung. Im Gesamtweltcup liegen Degenhardt und Rosenthal mit 330 Punkten hinter den österreichischen Führenden Egle/Kipp mit 455 Punkten und ihren Teamkolleginnen Eitberger/Matschina mit 410 Punkten auf Rang drei.
«Es ist momentan sehr hart, wir haben pro Nation nur einen Startplatz. In der Qualifikation hat sich halt ein anderes Doppel durchgesetzt», sagten die Siegerinnen der ARD. Sie hoffen auf ein Nachrücken: «Wir sind am Warten, ob wir vielleicht noch nachrutschen können. Wenn jemand nachrutscht, dann sind wir an erster Stelle. [...] Deswegen bedeutet dieser Sieg noch mal mehr. Jetzt müssen wir halt hoffen, dass wir irgendwie noch reinrutschen.»
Auch den Weltmeistern Hannes Orlamuender und Paul Constantin Gubitz droht das Olympic-Aus. Das Duo landete in Winterberg nur auf Platz sechs und liegt im Gesamtweltcup auf Rang elf. Bei den Männern stehen pro Nation zwei Startplätze zur Verfügung.
Nolte holt EM-Silber im Bob
Beim Zweierbob-Weltcup in St. Moritz kämpfte sich Laura Nolte von Startplatz sechs noch auf das Podium. Die 27-jährige Olympiasiegerin fuhr mit Pusher Leonie Kluwig im Finallauf die Bestzeit und sicherte sich EM-Silber hinter der Schweizerin Melanie Hasler. Im Weltcup-Rennen belegte das deutsche Duo Platz drei. Nolte führt weiterhin die Gesamtwertung im Zweierbob-Weltcup an.
«Wir sind super zufrieden, denn wieder mit Startnummer vier war es super unglücklich. Mit Startbestzeit und Laufbestzeit können wir sehr zufrieden sein», sagte Nolte nach dem Rennen. Kim Kalicki und Talea Prepens holten EM-Bronze und wurden im Weltcup-Rennen Vierte.
Pech hatte Lisa Buckwitz. Nach dem ersten Lauf noch in Führung liegend, öffnete sich ihr Visier nach dem Horse-Shoe-Abschnitt bei 140 Kilometer pro Stunde. «Mein Visier war nach dem Horse-Shoe offen, deswegen habe ich bei 140 km/h nicht mehr viel gesehen. Sehr ärgerlich und nicht schön für Kira, denn es gibt sicherlich ein paar blaue Flecken», erklärte Buckwitz. Mit Pusher Kira Lipperheide landete sie auf Platz fünf im Weltcup und Rang vier bei der EM. Das Weltcup-Rennen gewann die US-Amerikanerin Kaillie Humphries Armbruster.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.



