Politik und Bahn fordern besseren Schutz nach tödlichem Angriff auf Zugbegleiter

upday.com 2 godzin temu
Ein Zugbegleiter ist nach einem brutalen Angriff in Rheinland-Pfalz gestorben (Symbolbild - KI-generiert) AI Generated Stock Image

Ein 36-jähriger Zugbegleiter ist nach einem brutalen Angriff in Rheinland-Pfalz gestorben. Serkan C. erlag am Morgen im Krankenhaus seinen schweren Kopfverletzungen, die er sich bei einer Attacke durch einen Fahrgast ohne Ticket zugezogen hatte. Der Vorfall löste eine Welle der Empörung aus – von Bundesministern über Ministerpräsidenten bis hin zu Bahnorganisationen fordern alle verstärkten Schutz für Bahnmitarbeiter.

Die Attacke ereignete sich am Montagabend in einem Regionalexpress zwischen Landstuhl und Homburg. Der Zugbegleiter hatte zuvor einen Reisenden ohne gültigen Fahrschein aus dem Zug verwiesen. Der Täter sitzt inzwischen in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Zweibrücken mitteilte.

Politische Reaktionen

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) betonte: «Züge und Bahnhöfe müssen sicher sein.» Er erkannte die Notwendigkeit an, Bahnmitarbeiter besser zu schützen.

Die Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz und dem Saarland, Alexander Schweitzer und Anke Rehlinger (beide SPD), äußerten sich in einer gemeinsamen Presseerklärung entsetzt über die «schreckliche Gewalt gegen jemanden, der einfach seinen Job macht». Sie verknüpften den Vorfall mit einer «seit langem steigenden Aggressivität» gegenüber Bahnpersonal.

Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, schrieb auf LinkedIn: «Heute ist ein schwarzer Tag für alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner im Land.» Sie verurteilte das Gewaltexzess scharf.

Gewerkschaft kritisiert Politik

Mario Reiß, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), machte auf ein strukturelles Problem aufmerksam: «Seit Jahren weisen wir darauf hin, dass die Übergriffe auf Zugpersonal zunehmen. Kolleginnen und Kollegen berichten von wachsender Respektlosigkeit, Drohungen und körperlicher Gewalt.»

Die politische Reaktion sei oft unzureichend. «Dennoch erleben wir in der politischen Debatte häufig Relativierungen, statistische Schönrechnungen oder Maßnahmen, die vor allem auf dem Papier gut aussehen», so Reiß.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG rief zu einer bundesweiten Schweigeminute um 15 Uhr auf – für Bahnmitarbeiter und Fahrgäste.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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