Selenskyj greift Europa scharf an und kündigt Kriegsgespräche für Freitag an

upday.com 2 godzin temu
Der ukrainische Staatschef Selenskyj spricht in Davos mit US-Präsident Donald Trump. Evan Vucci/AP/dpa

Vertreter der USA, der Ukraine und Russlands sollen am Freitag und Samstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf Expertenebene über ein mögliches Ende des Krieges verhandeln. Das kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos an. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff, der die Gespräche bereits erwähnt hatte, soll nach Moskau reisen, um mit Russlands Präsident Wladimir Putin zu sprechen.

Selenskyj bezeichnete die trilateralen Gespräche als «Überraschung der Amerikaner» und zeigte sich zurückhaltend optimistisch. «Ich hoffe, dass die Emirate Bescheid wissen», sagte er. In Abu Dhabi hatten zuvor bereits informelle Treffen zwischen russischen und ukrainischen Militärvertretern stattgefunden, bei denen es um Gefangenenaustausch ging. Offizielle direkte Gespräche zwischen den Kriegsparteien liegen mehrere Monate zurück, zuletzt fanden sie in Istanbul statt.

Trump erklärte nach dem rund einstündigen Treffen mit Selenskyj, ein Durchbruch sei noch nicht erreicht. «Ich denke, ich kann sagen, dass wir einigermaßen nah dran sind», sagte der US-Präsident am Mittwoch. Sie hätten noch «noch einen Weg vor sich». Seine Botschaft an Putin sei klar: «Der Krieg muss aufhören.» Trump zeigte sich überzeugt, dass Selenskyj einen Deal wolle, und beide Seiten wären «dumm», einer Vereinbarung nicht zuzustimmen.

Scharfe Kritik an Europa und NATO

Selenskyj nutzte die Weltbühne in Davos für ungewöhnlich scharfe Kritik an Europas Verbündeten. «Europa diskutiert gern über die Zukunft, scheut sich aber davor, heute zu handeln – Handlungen, die darüber entscheiden, welche Art von Zukunft wir haben», sagte der ukrainische Präsident. Er forderte eine Aufstockung der Streitkräfte und warf den europäischen Staaten mangelnde Solidarität vor.

Auch die NATO bekam ihre Kritik ab. «Doch niemand hat das Bündnis bisher in Aktion erlebt», sagte Selenskyj. Mit Blick auf den Grönland-Konflikt spottete er über die europäische Reaktion: «Welche Botschaft geht an Putin, an China, und vor allem: Welche Botschaft sendet es an Dänemark, den wichtigsten engen Verbündeten?»

Bis Dienstag war unklar gewesen, ob Selenskyj überhaupt nach Davos reisen würde. Anhaltende russische Luftangriffe hatten am Donnerstagmorgen rund 3.000 Hochhäuser in Kiew ohne Heizung gelassen. Der Krieg dauert mittlerweile fast vier Jahre an.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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