Sie fotografierte bei Events mit Merz und Selenskyj: Jetzt als Spionin festgenommen

upday.com 2 godzin temu
Die Bundesanwaltschaft hat eine Deutsch-Ukrainerin wegen Spionageverdachts festgenommen (Symbolbild - KI-generiert) AI Generated Stock Image

Die Bundesanwaltschaft hat eine 56-jährige Deutsch-Ukrainerin in Berlin festnehmen lassen. Ilona W. steht im Verdacht, für einen russischen Geheimdienst Informationen über den Ukraine-Krieg gesammelt zu haben – unter anderem über Standorte der Rüstungsindustrie, Drohnentests und geplante Drohnenlieferungen an die Ukraine. Besonders brisant: Die Unternehmerin bewegte sich bis zuletzt unbehelligt in höchsten politischen Kreisen.

Noch am 15. Dezember 2025 nahm Ilona W. an einer Veranstaltung im Berliner Haus der Deutschen Wirtschaft teil, bei der Bundeskanzler Friedrich Merz und Wolodymyr Selenskyj anwesend waren. Sie fotografierte bei dem Event – obwohl deutsche Sicherheitsbehörden sie zu diesem Zeitpunkt bereits observierten. Die Verdächtige war als Teilnehmerin hochkarätiger politischer Veranstaltungen stadtbekannt.

Seit mindestens November 2023 soll Ilona W. Kontakte zu einem Geheimdienstoffizier in der russischen Botschaft in Berlin unterhalten haben. Ihm habe sie die gesammelten Informationen übermittelt. Zudem soll sie ihrem Kontaktmann geholfen haben, unter falscher Identität an politischen Events teilzunehmen, um dort relevante Kontakte für den russischen Geheimdienst zu knüpfen.

Drei Mitbeschuldigte aus Bundeswehr-Umfeld

Neben Ilona W. ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen drei weitere Personen. Walter S., stellvertretender Vorsitzender des von Ilona W. geleiteten Vereins "Bundesvereinigung binationaler Gesellschaften", war bis 2018 Direktor beim Wehrtechnischen Dienst des Bundesverteidigungsministeriums. In dieser Funktion testete er Ausrüstung der Bundeswehr.

Zwei weitere Beschuldigte sind ehemalige Bundeswehrangehörige: ein kürzlich pensionierter Stabsoffizier sowie ein höherer Beamter, der die Bundeswehr vor mehr als 15 Jahren verlassen hat. Alle drei sollen Informationen an Ilona W. weitergegeben haben. Unklar ist bislang, ob sie wussten, dass diese an einen ausländischen Geheimdienst fließen würden. Gegen sie besteht derzeit nur ein Anfangsverdacht.

Verein als Tarnung

Ilona W. führte seit der Gründung 2016 den Vorstand der "Bundesvereinigung binationaler Gesellschaften". Der Verein gibt an, durch Unterstützung von Städtepartnerschaftsvereinen Brücken zu bauen und Völkerverständigung zu fördern. Der Verein verlegte den Sitz 2018 von Bad Hersfeld nach Berlin.

Parallel betrieb die Verdächtige eine Marketingfirma in Berlin. Die Webseite des Unternehmens ist spärlich ausgestattet, zeigt nur ein einfaches Layout ohne Unterseiten und nennt keine Kunden. Als Adresse ist lediglich "Berlin" angegeben – ob es sich um eine Scheinfirma handelt, ist unklar.

Das Bundeskriminalamt durchsuchte die Wohnungen von Ilona W. und zwei Mitbeschuldigten im Landkreis Havelland in Brandenburg, im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz sowie in München. Die Festnahme erfolgte auf Grundlage von Hinweisen des Bundesamts für Verfassungsschutz, des Militärischen Abschirmdienstes und des Geheimdienstes des Verteidigungsministeriums. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs entscheidet nun über Untersuchungshaft.

Hinweis: Künstliche Intelligenz (KI) erstellte diesen Artikel.

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