Supreme Court prüft Glyphosat-Fall: Hoffnung für Bayer bei Tausenden Klagen

upday.com 2 godzin temu
Bayer holte sich die Rechtsstreitigkeiten um den Unkrautvernichter Roundup mit dem Kauf von Monsanto ins Haus. Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Das oberste US-Gericht hat einen Glyphosat-Fall von Bayer zur Überprüfung angenommen. Die Entscheidung eröffnet dem Dax-Konzern die Aussicht auf ein wegweisendes Urteil in seinen umfangreichen US-Rechtsstreitigkeiten.

Der Supreme Court wird konkret klären, ob Klagen wegen fehlender Warnhinweise auf Unkrautvernichter-Verpackungen zulässig sind, wenn die US-Umweltbehörde EPA diese nicht verlangt. Diese Frage ist zentral für Tausende anhängiger Verfahren gegen Bayer.

Der Fall Durnell

Im Mittelpunkt steht der Fall des Klägers John Durnell. Eine Jury hatte im Oktober 2023 in St. Louis entschieden, dass Bayer verpflichtet sei, eine Krebswarnung auf seinem Unkrautvernichter Roundup anzubringen. Durnell wurden 1,25 Millionen Dollar zugesprochen.

Bayers Argumentation

Der Konzern argumentiert, dass Schadensersatzforderungen «basierend auf dem Recht einzelner Bundesstaaten vor Gericht keinen Bestand haben». Die EPA habe das Produktetikett ohne Warnhinweise genehmigt und sehe bei vorschriftsgemäßer Anwendung keine Gesundheitsrisiken. Auch der Generalanwalt der US-Regierung hatte sich dafür ausgesprochen, dass der Supreme Court den Fall prüft.

Bayer begrüßte die Entscheidung des Gerichts als wichtigen Schritt in seiner Strategie, die Rechtsstreitigkeiten deutlich einzudämmen. Konzernchef Bill Anderson erklärte: «Die Entscheidung des Supreme Court ist eine gute Nachricht für die Landwirte in den USA, die regulatorische Klarheit benötigen.»

Umfang der Rechtsstreitigkeiten

Stand 15. Oktober waren 197.000 Klagen registriert. Davon wurden 132.000 entweder beigelegt oder erfüllten die Vergleichskriterien nicht. Bayer hatte seine Rückstellungen für Glyphosat-Fälle im Herbst erhöht und dies mit Vergleichsvereinbarungen sowie einem moderaten Anstieg neuer Klagen begründet.

Anderson, der im Juni 2023 die Konzernführung in Leverkusen übernahm, hat sich zum Ziel gesetzt, die US-Rechtsstreitigkeiten bis Ende 2026 deutlich einzudämmen. Die Glyphosat-Klagen gehen auf die Übernahme des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto im Jahr 2018 zurück. Nach einer ersten Niederlage in einem Glyphosat-Prozess war die Zahl der Kläger anschließend gestiegen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

Idź do oryginalnego materiału