US-Präsident Donald Trump hat das Weltwirtschaftsforum in Davos mit seinen Zolldrohungen gegen europäische Länder überschattet. Die Grönland-Ansprüche des Präsidenten und seine angekündigten Strafzölle dominieren die Agenda des am Montag beginnenden Treffens – eigentlich konzipiert als Dialog über Wirtschaftsthemen wie Künstliche Intelligenz.
Trump hatte am Wochenende Strafzölle gegen Länder angekündigt, die sich seinen Ansprüchen auf Grönland widersetzen. Die Arktis-Insel gehört zum NATO-Verbündeten Dänemark. Auch Deutschland und weitere europäische Staaten wurden mit neuen Zöllen bedroht.
«Trump hat das Forum mit seiner Agenda regelrecht gekapert», sagte Sandra Navidi, Finanzexpertin und Gründerin des Analysehauses Beyond Global. Eine Schweizer Zeitung bezeichnete die Veranstaltung als «Welt-Trump-Forum».
Teilnehmer planen um Trump-Rede
Tracy Francis, Senior-Partnerin bei McKinsey, beschrieb Trumps Auftritt als die «Wild Card» der Davos-Woche. «Die Teilnehmer haben ihre eigene Agenda regelrecht um den Tag herum geplant, für den seine Rede erwartet wurde», so Francis. Der US-Präsident soll am Mittwoch sprechen – es ist seine erste persönliche Teilnahme in Davos seit 2020.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird am Donnerstag eine Rede halten. Zu dem fünftägigen Treffen im Schweizer Kurort werden fast 3000 Teilnehmer erwartet, darunter mehr als 60 Staats- und Regierungschefs. Die USA entsenden ihre bislang größte Delegation.
Geopolitische Spannungen statt Dialog
Das Forum steht unter dem Motto «A Spirit of Dialogue». Doch statt Wirtschaftsthemen wie dem rasanten technologischen Wandel durch Künstliche Intelligenz prägen nun geopolitische Konflikte die 56. Jahrestagung des internationalen politischen und wirtschaftlichen Establishments.
Neben der Grönland-Kontroverse dürften auch der Ukraine-Krieg, die Iran-Krise und Konflikte in Lateinamerika die Gespräche bestimmen. Auch Debatten über die Unabhängigkeit von Zentralbanken werden erwartet, nachdem Trump US-Notenbankchef Jerome Powell ins Visier genommen hatte.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.



