US-Präsident Donald Trump hat sich die Kontrolle über venezolanische Ölverkäufe in die USA gesichert. Venezuela soll 30 bis 50 Millionen Barrel sanktionierten Öls liefern, kündigte Trump an. Die Verkaufserlöse will er persönlich kontrollieren. Die Ankündigung folgt auf eine US-Militäroperation in Caracas, bei der Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro verhaftet wurde.
Trump verkündete auf Truth Social: «Dieses Öl wird zu seinem Marktpreis verkauft, und das Geld wird von mir als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika kontrolliert, um sicherzustellen, dass es zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten verwendet wird». Die Umsetzung solle «sofort» erfolgen, so Trump. Energieminister Chris Wright erhielt den Auftrag, den Plan umzusetzen.
Venezuelas Regierung weist Ansprüche zurück
Die kommissarische Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, wies die US-Ansprüche scharf zurück. «Die Regierung Venezuelas regiert unser Land. Niemand sonst», erklärte sie. Es gebe keinen externen Akteur, der Venezuela regiere.
Die neue Führung in Caracas kommentierte Trumps Ankündigung zunächst nicht. US-Außenminister Marco Rubio relativierte Trumps Aussage leicht und sprach davon, durch eine bestehende Ölblockade politische Veränderungen erreichen zu wollen.
Wirtschaftliche Dimension
Die angekündigte Ölmenge entspricht etwa ein bis zwei Monaten der gesamten venezolanischen Ölproduktion. Bei aktuellen Ölpreisen von 58,65 Dollar pro Barrel könnten Einnahmen von bis zu 2,9 Milliarden Dollar entstehen. Der tatsächliche Preis für venezolanisches Öl könnte allerdings unter dem Weltmarktpreis liegen.
Für Venezuela wäre der Verlust der Öleinnahmen «sehr schmerzhaft». Das Land verfügt über die weltweit größten Ölreserven von geschätzten 303 Milliarden Barrel, überwiegend Schweröl. Die aktuelle Produktion liegt bei rund einer Million Barrel pro Tag – vor 20 Jahren waren es noch fast drei Millionen.
Trumps Wiederaufbau-Pläne
Trump kündigte an, US-Unternehmen sollten die venezolanische Ölindustrie wiederaufbauen. Er versprach potenzielle Subventionen für Ölfirmen, die bereit sind, die Energieinfrastruktur zu erneuern. Gegenüber NBC News hatte er am Montag erklärt, den Wiederaufbau in weniger als 18 Monaten schaffen zu können.
Experten schätzen den Investitionsbedarf auf bis zu 100 Milliarden US-Dollar. Sie halten Trumps Zeitplan für «viel zu optimistisch». Die geringe Produktion wird auf Sanktionen, Missmanagement beim staatlichen Energiekonzern PDVSA und Korruption zurückgeführt.
Kritiker werfen Trump vor, Venezuela ausschließlich wegen seiner Ölreserven anzugreifen. Demokraten sehen in Maduros Verhaftung einen Vorwand. US-Raffinerien an der Golfküste sind auf Schweröl spezialisiert – wegen der Sanktionen gegen Venezuela spielte zuletzt kanadisches Rohöl ähnlicher Beschaffenheit dort eine wichtige Rolle.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.



