Trump will Venezuelas Öl kontrollieren - Caracas weist 2,9-Milliarden-Plan zurück

upday.com 1 dzień temu
Venezuela wird die Einnahmen aus seinen Öl-Geschäften mit den USA Trump zufolge nur in US-Produkte investieren. (Archivbild) Edgar Frias/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat die Kontrolle über Venezuelas Ölverkäufe übernommen. Er kündigte an, dass Venezuela 30 bis 50 Millionen Barrel sanktionierten Öls an die USA liefern wird – die Einnahmen kontrolliert er selbst. Die Entscheidung folgt nur wenige Tage nach einer US-Militäroperation in Caracas, bei der Staatschef Nicolás Maduro festgenommen wurde.

Trump schrieb auf Truth Social: «Dieses Öl wird zu seinem Marktpreis verkauft, und das Geld wird von mir als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika kontrolliert, um sicherzustellen, dass es zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten verwendet wird.» Das Volumen entspricht etwa ein bis zwei Monaten der gesamten venezolanischen Ölproduktion und könnte bis zu 2,9 Milliarden Dollar (rund 2,5 Milliarden Euro) wert sein.

Energieminister Chris Wright erklärte, die USA würden den Verkauf venezolanischen Öls «auf unbestimmte Zeit» übernehmen. Venezuela soll die Einnahmen ausschließlich für US-Produkte verwenden – darunter Agrarprodukte, Medizin, medizinische Geräte und Ausrüstung für das Stromnetz.

Venezuela weist US-Kontrolle zurück

Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez wies die US-Ansprüche scharf zurück. Sie erklärte: «Die Regierung Venezuelas regiert unser Land. Niemand sonst.» Sie betonte: «Es gibt keinen externen Akteur, der Venezuela regiert.»

Unklar bleibt, wie sich diese Unabhängigkeitserklärung mit Trumps Direktive zur Öllieferung vereinbaren lässt. Die neue Führung in Caracas kommentierte Trumps Ankündigung zunächst nicht.

Sanktionen gelockert, Kritik von China

Die US-Regierung lockerte einige Sanktionen gegen Venezuela, um den Transport und Verkauf des Öls auf dem Weltmarkt zu ermöglichen. Welche Sanktionen konkret aufgehoben werden und ab wann, blieb zunächst unklar.

Chinas Außenministerium kritisierte das «gewaltsame Vorgehen» der USA scharf. Es nannte die Intervention ein typisches Beispiel «für Einschüchterung und Machtmissbrauch», das gegen internationales Recht verstoße.

Auch in den USA stößt der Plan auf Kritik. Der demokratische Senator Chris Murphy nannte ihn «irrsinnig». Er sagte Reportern: «Sie sprechen davon, das venezolanische Öl für einen unbestimmten Zeitraum mit Waffengewalt zu stehlen, um damit Druck auf das Land auszuüben und es zu kontrollieren. Der Umfang und die Irrsinnigkeit dieses Plans sind absolut erschütternd.»

Größte Ölreserven der Welt, aber geringe Förderung

Venezuela verfügt über die weltweit größten bekannten Ölreserven – geschätzt 303 Milliarden Barrel. Dennoch produziert das Land nur etwa eine Million Barrel pro Tag. In den frühen 2000er-Jahren lag die Förderung noch bei fast drei Millionen Barrel täglich.

Experten führen den Rückgang auf Sanktionen, Missmanagement beim staatlichen Ölkonzern PDVSA und Korruption zurück. Die marode Infrastruktur würde Investitionen von bis zu 100 Milliarden Dollar erfordern. Trumps Zeitplan, die Ölindustrie in weniger als 18 Monaten wieder aufzubauen, halten Experten für «viel zu optimistisch».

Das Ölgeschäft ist für Venezuela die wichtigste Einnahme- und Devisenquelle. China war zuletzt der größte Abnehmer venezolanischen Rohöls.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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