US-Strafzölle treffen vor allem amerikanische Verbraucher – doch die deutsche Wirtschaft leidet trotzdem massiv unter der Handelspolitik von Präsident Donald Trump. Zwei aktuelle Studien zeigen: Die Zolllast tragen zu 96 Prozent US-Käufer, während deutsche Exporte einbrechen und die Wirtschaftsleistung dauerhaft schrumpft.
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) hat US-Importdaten analysiert. Das Ergebnis: Nur vier Prozent der Zolllast wird von ausländischen Exporteuren getragen. Die Handelsvolumen sind kollabiert, ohne dass Exportpreise entsprechend gesunken sind. Die US-Zolleinnahmen steigen, aber auf Kosten der eigenen Verbraucher.
Deutscher Export bricht ein
Für Deutschland sind die Folgen dramatisch. Berechnungen des ifo-Instituts zeigen: Die Wirtschaftsleistung wird dauerhaft um 0,13 Prozent sinken. Lisandra Flach, Leiterin des ifo-Zentrums für Außenwirtschaft, warnt: «Die US-Zölle sind ein negativer Schock für die deutsche Wirtschaft.»
Mittelfristig könnten die Exporte in die USA um 15 Prozent zurückgehen. Das Wirtschaftswachstum wurde im vergangenen Jahr bereits um 0,3 Prozentpunkte gebremst – dieses Jahr drohen 0,6 Prozentpunkte. «Das klingt wenig. Ist aber viel, weil die deutsche Wirtschaft Jahre des Schrumpfens hinter sich hat», so Flach.
Die USA sind ein zentraler Handelspartner: 2024 exportierte Deutschland Waren im Wert von rund 161 Milliarden Euro dorthin. Allein im November lagen die Ausfuhren fast ein Viertel unter dem Vorjahresniveau.
Autos, Maschinen und Pharma besonders betroffen
Die US-Zölle zielen auf deutsche Kernbranchen. «Sechzig Prozent der deutschen Exporte in die USA entfallen auf Autos, Maschinen und Pharma», erklärt Flach. Die USA erheben eine allgemeine Importsteuer von 15 Prozent auf die meisten EU-Produkte. Für Stahl und Stahlprodukte gelten sogar 50 Prozent.
Das Zollabkommen zwischen EU-Kommission und den USA wird von Experten scharf kritisiert. Die EU habe weitreichende Zugeständnisse gemacht – etwa den zollfreien Import amerikanischer Autos nach Europa.
Neue Handelsabkommen als Ausweg
Das ifo-Institut sieht einen Lösungsweg: Neue Freihandelsabkommen mit sieben wichtigen Handelspartnern könnten die negativen Effekte nicht nur ausgleichen, sondern überkompensieren. Deutsche Exporte könnten trotz US-Zöllen um bis zu 4,1 Prozent wachsen.
Die Unterzeichnung des Handelsabkommens zwischen EU und Mercosur-Staaten sei ein wichtiger erster Schritt. Allerdings: Solche Abkommen auszuhandeln ist komplex und kann Jahre dauern.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.





