Über 21 Milliarden Euro CO2-Einnahmen: Benzin und Heizung werden teurer

upday.com 1 dzień temu
Kondensierter Wasserdampf steigt von den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerkes Neurath auf. Das Kraftwerk stößt große Mengen Kohlendioxid aus. (Symbolbild) Henning Kaiser/dpa

Deutschland hat 2025 Rekordeinnahmen von über 21,4 Milliarden Euro durch den Verkauf von CO2-Zertifikaten erzielt. Gleichzeitig steigt der CO2-Preis in diesem Jahr weiter – was Benzin, Diesel und Heizung für Verbraucher teurer macht.

Die Deutsche Emissionshandelsstelle in Berlin meldete die Rekordsumme aus europäischem und nationalem Emissionshandel. 2024 lagen die Einnahmen noch bei 18,5 Milliarden Euro. Seit dem Start des Zertifikatehandels 2008 überschritten die Gesamterlöse im Dezember erstmals die Marke von 100 Milliarden Euro.

Steigende Kosten für Verbraucher

Der gesetzliche CO2-Preis klettert 2026 auf 55 bis 65 Euro pro Tonne – möglicherweise auch darüber. 2025 lag er noch bei 55 Euro. Für Verbraucher bedeutet das: Benzin wird bis zu 3,7 Cent pro Liter teurer, Diesel und Heizöl bis zu 4,1 Cent pro Liter. Bei Erdgas sind es bis zu 0,28 Cent pro Kilowattstunde mehr.

Die aktuellen Durchschnittspreise liegen bei rund 1,70 Euro pro Liter Benzin und 1,67 Euro pro Liter Diesel. Erdgas kostet etwa elf Cent pro Kilowattstunde. Mineralölkonzerne erhöhen die Preise bereits jetzt, da sie ab Jahresmitte bei Auktionen an der Leipziger Energiebörse EEX Zertifikate für das gesamte Jahr 2026 kaufen müssen.

So funktioniert das System

Der CO2-Preis gilt nur für fossile Energien – Ökostrom und erneuerbare Energien sind davon nicht betroffen. Erdölraffinerien und Energieunternehmen müssen beim Kauf von Kraftstoffen und Heizöl CO2-Zertifikate erwerben und geben diese Kosten an Endkunden weiter.

Die Bundesregierung will so Anreize für den Umstieg auf klimafreundliche Alternativen schaffen: Elektroautos statt Benziner, Wärmepumpen statt Öl- oder Gasheizung. Bei Mietwohnungen teilen sich Mieter und Vermieter die CO2-Kosten fürs Heizen – je besser die Dämmung, desto höher der Mieteranteil.

Verwendung der Milliarden

Alle Einnahmen aus dem Zertifikatehandel fließen in den Klima- und Transformationsfonds (KTF) der Bundesregierung. Daraus werden unter anderem Zuschüsse für den Heizungstausch finanziert, von denen Haushalte und Unternehmen beim Umstieg auf Ökoenergien profitieren.

Experten rechnen damit, dass die CO2-Preise am oberen Ende des gesetzlichen Korridors von 55 bis 65 Euro landen werden. Grund ist die begrenzte Menge an Zertifikaten. Unternehmen können am Jahresende bei Bedarf Zertifikate zum Höchstpreis von 68 Euro nachkaufen.

Ausblick auf EU-Regelung

RWE-Chef Markus Krebber erwartet für die kommenden zwei Jahre sinkende Erdgaspreise. Er begründet dies mit dem wachsenden Angebot an Flüssiggas auf dem Weltmarkt.

Der nationale Emissionshandel ist Teil der EU-Klimapolitik. Die Europäische Union strebt Klimaneutralität bis 2050 an, Deutschland bereits bis 2045. Ab 2028 soll voraussichtlich ein EU-weiter CO2-Preis eingeführt werden. In den folgenden 20 Jahren ist geplant, die Zertifikatmenge schrittweise gegen null zu senken – was die Preise deutlich steigen lassen dürfte.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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