26 EU-Staaten haben gemeinsam zur Wiederherstellung der Demokratie in Venezuela aufgerufen und fordern Respekt für den Willen des venezolanischen Volkes. Nur Ungarn unterstützte die am Sonntag veröffentlichte Erklärung nicht. Der Appell erfolgt nach einer US-Militärintervention, bei der Präsident Maduro gestürzt und in die USA gebracht wurde.
Die EU-Vizepräsidentin Katarina Barley (SPD) forderte am Montag im ZDF-Morgenmagazin, die Europäische Union müsse nun Verbündete an einen Tisch holen. Es gehe «darum, die Einflusssphäre der USA zu sichern, die westliche Hemisphäre als Einflusssphäre der USA zu definieren», sagte Barley. «Das ist das, worum es eigentlich geht.»
EU warnt vor Eskalation
In ihrer gemeinsamen Erklärung riefen die 26 EU-Staaten «alle Akteure zur Ruhe und Zurückhaltung auf», um eine Eskalation zu vermeiden. «Die Achtung des Willens des venezolanischen Volkes bleibt der einzige Weg für Venezuela, die Demokratie wiederherzustellen und die aktuelle Krise beizulegen», heißt es in dem Statement.
Die EU steht nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit den USA sowie regionalen und internationalen Partnern. Ziel sei eine verhandelte, demokratische und friedliche Lösung für Venezuela unter venezolanischer Führung.
Trump droht mit weiterem Militärschlag
US-Präsident Donald Trump drohte Venezuelas Interimschef Rodriguez mit einem zweiten Militärschlag, falls Caracas seine Bemühungen «das Land zu stabilisieren» nicht unterstütze. Rodriguez, der am Wochenende eingesetzt wurde, signalisierte Kooperationsbereitschaft mit Washington, lehnte aber US-Führungsansprüche ab. Venezuela werde «nie wieder eine Kolonie», betonte er.
Die 33 Staaten der Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (CELAC) konnten sich am Sonntag nicht auf eine gemeinsame Stellungnahme zum US-Angriff einigen.
Barley warnt vor neuer Weltordnung
Barley sieht eine «Neuordnung der Welt» mit großen Machtblöcken. «Wenn jetzt die Regierenden der großen Blöcke beginnen, Einflusssphären einzuteilen, dann wird es darum gehen: Wo sind unsere Partnerinnen und Partner?», sagte die SPD-Politikerin.
Es sei entscheidend, «die Europäische Union zusammenzuhalten und sie stark zu machen», warnte Barley. «Diese großen Blöcke haben alle das Interesse, die Europäische Union auseinanderzudividieren.» Die EU müsse «untereinander und mit unseren Verbündeten» darüber sprechen, wie sie mit der Situation umgehe. Es gebe «sehr, sehr viele, die damit nicht einverstanden sind, die daran kein Interesse haben».
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.



