USA und Iran verhandeln in Genf über Atomdeal - trotz massivem Misstrauen

upday.com 2 godzin temu
Bei den Gesprächen soll das iranische Atomprogramm im Mittelpunkt stehen. (Symbolbild) ABEDIN TAHERKENAREH/epa/dpa

Die USA und Iran setzen heute in Genf ihre indirekten Verhandlungen über das iranische Atomprogramm fort. Vermittelt wird die zweite Gesprächsrunde vom Golfstaat Oman in dessen Botschaft. Im Zentrum steht die Frage, ob Washington Sanktionen aufhebt, wenn Teheran sein Nuklearprogramm begrenzt. Die Gespräche finden unter massivem Misstrauen statt – verstärkt durch die erhöhte US-Militärpräsenz rund um Iran.

Für die USA nimmt Sondergesandter Steve Witkoff an den Gesprächen teil, für Iran Außenminister Abbas Araghtschi. Die amerikanische Seite will verhindern, dass Iran Atomwaffen entwickelt. Teheran fordert im Gegenzug die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen. Nicht Teil der Verhandlungen sind Irans Raketenprogramm und die Unterstützung militanter Gruppen.

Teheran verhandelt unter «vollständiger Skepsis»

Irans Außenministeriumssprecher Ismail Baghai machte das tiefe Misstrauen deutlich. «Wir verhandeln unter Bedingungen vollständiger Skepsis und des Misstrauens», sagte er. «Wir haben frühere Erfahrungen, und es ist uns unter keinen Umständen erlaubt, diese Erfahrungen auch nur für einen Moment aus dem Blick zu verlieren.» Gleichzeitig betonte Baghai, es gebe «keinen Nutzen darin, die Verhandlungen zu verlängern».

Die Skepsis hat konkrete Gründe: US-Präsident Donald Trump hatte 2018 einseitig das Atomabkommen von 2015 aufgekündigt und neue, härtere Sanktionen verhängt. Das unter Barack Obama ausgehandelte Wiener Abkommen hatte Iran verpflichtet, sein Atomprogramm zu begrenzen. Nach Trumps Ausstieg hielt sich Teheran nicht mehr an die Vereinbarung.

Militärische Drohkulisse verschärft Lage

Einen Tag vor den Gesprächen kündigten Irans Revolutionsgarden eine Marine-Übung in der Straße von Hormus an. Die rund 55 Kilometer breite Meerenge ist eine zentrale Route für den weltweiten Öl-Export. Die Übung solle die «Einsatzbereitschaft» testen und «militärischen Bedrohungen» begegnen, hieß es. Iranische Offiziere haben in der Vergangenheit gedroht, die Straße von Hormus jederzeit blockieren zu können.

Zugleich haben die USA ihre Militärpräsenz massiv verstärkt und einen zweiten Flugzeugträger in der Region stationiert. US-Präsident Trump deutete an, indirekt an den Gesprächen beteiligt zu sein, und suggerierte, Iran wolle ein Abkommen, um Konsequenzen zu vermeiden.

Überraschende Kooperationssignale

Trotz der angespannten Atmosphäre skizzierte Irans Vize-Außenminister Hamid Ghanbari mögliche Kooperationsfelder. Die Nachrichtenagentur Fars zitierte ihn mit dem Hinweis auf «gemeinsame Interessen in den Bereichen Öl und Gas». Weitere Bereiche könnten Investitionen im Bergbau und der Kauf von Flugzeugen sein – alles wirtschaftlich weniger sensible Sektoren.

IAEA-Kontrollen wieder aufgenommen

Am Montag traf sich Außenminister Araghtschi mit Rafael Grossi, dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA. Die Beziehungen zwischen Iran und der IAEA hatten sich nach Israels Krieg gegen Iran im vergangenen Jahr verschlechtert. Atominspektoren erhielten zeitweise nur eingeschränkten Zugang. Im September 2025 vereinbarten Teheran und die IAEA – vermittelt durch Ägypten – die Wiederaufnahme der Kontrollen.

Innenpolitisch steht Irans Führung unter Druck: Im Januar wurden Massenproteste brutal niedergeschlagen. Weltweit demonstrierten rund eine Million Menschen auf mehreren Kontinenten für Freiheit in Iran, nachdem Reza Pahlavi, der Sohn des Schahs, zu einem Protesttag aufgerufen hatte. Die Protestbewegung sieht ein mögliches Abkommen mit der aktuellen iranischen Führung kritisch.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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