Leon Draisaitl hat nach seiner Rolle als Fahnenträger bei den Olympischen Winterspielen in Mailand für einen Team-Fokus appelliert. «Es ist ganz wichtig, dass Deutschland und die Mannschaft verstehen, dass es um das Team geht und nicht um Einzelne», sagte der 30-jährige Stürmer der Edmonton Oilers. Der Appell kommt zu einem besonderen Zeitpunkt: Erstmals seit der WM 2019 steht Draisaitl wieder für die Nationalmannschaft auf dem Eis – und erstmals ist er nicht mehr der einzige NHL-Superstar im deutschen Team.
Draisaitl ist wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier im San-Siro-Stadion in Mailand angekommen – zwei Tage früher als die anderen nordamerikanischen Spieler. Der Grund: Jetlag-Vorsorge. «Der ist auf jeden Fall am Start. Ich bin erst spät eingeschlafen und schon seit fünf Uhr wieder wach», sagte der Kölner. Am Samstag traf er im Olympischen Dorf Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: «Das war eine sehr große Ehre, ihn kennengelernt zu haben.»
Tim Stützle (Ottawa Senators), Moritz Seider (Detroit Red Wings) und Philipp Grubauer (Seattle Kraken) werden am Sonntag in Mailand erwartet. Die NHL-Profis aus der besten Liga der Welt sind erstmals seit 2014 in Sotschi wieder bei Olympia dabei. Nationalverteidiger Moritz Müller hatte Draisaitl am Tag zuvor als «derzeit größten deutschen Sportler» bezeichnet – doch der Fokus soll sich nun verteilen. «Mir wird das sicher guttun», sagte Draisaitl.
Optimismus trotz starker Konkurrenz
Deutschland tritt am Donnerstag (21.10 Uhr/ZDF und Eurosport) im ersten Gruppenspiel gegen Dänemark an. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes gilt als die mutmaßlich beste deutsche Eishockeymannschaft, die jemals zusammen gespielt hat. Draisaitl warnte dennoch vor Übermut: «Hier ist keine Mannschaft dabei, über die man mal so drüber fliegt.» Teams aus Kanada, den USA und Schweden bestehen ausschließlich aus NHL-Spielern.
«Wir freuen uns darauf, der Welt zu zeigen, wie gut wir Eishockey spielen können», sagte Draisaitl. Seine eigene Rolle sehe er darin, «der Mannschaft Spiele zu gewinnen». Die Voraussetzung für Erfolg sei klar: «Wir müssen aber alle unsere Rollen akzeptieren. Dann ist da sehr viel drin.»
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.








