Die Nasa hat den Start ihrer bemannten Mondmission "Artemis 2" verschoben. Die Behörde plante die Mission ursprünglich für kommende Woche. Sie kann nun frühestens im März starten. Grund sind Wasserstoff-Lecks, die beim entscheidenden "Wet Dress Rehearsal"-Test am Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida auftraten.
Bei dem mehrstündigen Test sollte das Team die Schwerlastrakete "Space Launch System" mit tiefkaltem flüssigem Sauerstoff und Wasserstoff betanken. Während des Betankungsprozesses kam es zu Wasserstoff-Lecks, die mehrfache Unterbrechungen und Anpassungen erzwangen. Zusätzlich beeinträchtigte die Kälte Kameras, und die Audioübertragung vom Boden fiel zeitweise aus. Das Team stoppte schließlich den Countdown.
Nasa-Chef Jared Isaacman kündigte auf der Plattform X an: «Wir streben nun März als frühestmöglichen Starttermin an.» Er betonte: «Wir haben absolut damit gerechnet, auf Herausforderungen zu stoßen.» Solche Tests dienen dazu, Probleme vor dem tatsächlichen Start zu identifizieren.
John Honeycutt vom Missionsmanagement räumte am Dienstag ein: «Ehrlich gesagt, es hat uns diesmal überrascht.» Die gleiche Rakete hatte bereits vor drei Jahren ähnliche Wasserstoff-Lecks, die monatelange Verzögerungen beim ersten Flug verursachten.
Der stellvertretende Nasa-Administrator Amit Kshatriya verwies darauf, dass das Raketensystem experimentell ist: «Jede Rakete ist einzigartig.» Die Behörde müsse kontinuierlich lernen und die Test- sowie Flugrate erhöhen.
Mission und Zeitplan
Die "Artemis 2" Mission soll Lebenserhaltungssysteme und andere kritische Komponenten der Kapsel bei einem fast zehntägigen Flug um den Mond testen – ohne Landung.
An Bord sind die vier Astronauten Christina Koch, Victor Glover, Reid Wiseman und der Kanadier Jeremy Hansen. Die Crew befand sich bereits in vorbereitender Quarantäne in Texas. Die Nasa entließ sie nach der Verschiebung. Zwei Wochen vor dem nächsten Startversuch müssen sie erneut in Quarantäne.
Die Nasa wird nun die Ursache der Lecks untersuchen. Die Behörde legt einen konkreten neuen Starttermin erst fest, nachdem das Team alle Testdaten ausgewertet hat.
Die Verschiebung um mindestens einen Monat soll dem Team Zeit für einen neuen "Wet Dress Rehearsal" geben. Das Team könnte Reparaturen an möglicherweise beschädigten Dichtungen oder Komponenten direkt auf der Startrampe durchführen. Das Zeitfenster für "Artemis 2" reicht bis in den April.
Honeycutt erklärte die Herausforderung: «Wenn man mit Wasserstoff arbeitet, hat man es mit einem sehr kleinen, hochenergetischen Molekül zu tun – genau deshalb nutzen wir ihn. Und wir tun wirklich unser Bestes.» Die Mission erfolgt mehr als fünf Jahrzehnte nach der letzten Apollo-Mission.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.










