Von Merz über Bas bis Haßelmann: Warum Rita Süssmuth Politiker aller Parteien berührt

upday.com 2 godzin temu
Rita Süssmuth bei einer Krebskonvention in Berlin im Mai 2025 (Symbolbild) (Photo by Ben Kriemann/Getty Images) Getty Images

Die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Sie prägte die deutsche Politik über Jahrzehnte als Pionierin für Gleichberechtigung und Frauenrechte - und eckte damit auch in der eigenen Partei an. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte sie als große Frau und leidenschaftliche Kämpferin für die Demokratie.

Süssmuth, geboren am 17. Februar 1937 in Wuppertal, war von 1988 bis 1998 Bundestagspräsidentin und von 1985 bis 1988 Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit. Sie gehörte dem Bundestag von 1987 bis 2002 an und gewann dreimal in Folge das Direktmandat im Wahlkreis Göttingen.

Würdigungen aus allen Parteien

Bundespräsident Steinmeier schrieb in einem Kondolenzbrief an Süssmuths Tochter: «Rita Süssmuth ist stets vorweg gegangen, war Vordenkerin, Vorkämpferin und Vorbild, insbesondere auch für viele Frauen.» Er betonte, sie habe dem Amt der Bundestagspräsidentin durch ihren persönlichen Stil innenpolitisch und außenpolitisch Gewicht verliehen.

Niedersachsens CDU-Chef Sebastian Lechner nannte sie eine «prägende Stimme der Einheit» und «der Frauenpolitik». «Deutschland verliere eine große Demokratin, eine leidenschaftliche Streiterin für Gleichberechtigung und eine Politikerin, die unser Land in einer seiner prägendsten Phasen mit klarem Kompass begleitet habe», erklärte Lechner.

Merz würdigte: «Rita Süssmuth hat sich lebenslang für Deutschland engagiert.» Sie habe für eine moderne und offene Gesellschaft beispielhaft gekämpft und Maßstäbe für Toleranz und Weltoffenheit gesetzt.

SPD-Chefin Bärbel Bas bezeichnete Süssmuth als «Vorbild, Wegbereiterin und Ermutigung über Parteigrenzen hinweg». Sie hinterlasse «eine große Lücke». Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann sagte: «Sie war eine so aufrechte Demokratin und Parlamentarierin mit großer Leidenschaft. Zeit ihres Lebens hat sie sich stark gemacht für die Rechte von Frauen, für Gleichberechtigung und Parität.»

Ihrer Zeit voraus

Süssmuth vertrat oft progressive Positionen, die in der konservativen CDU für Unruhe sorgten. Sie setzte sich für eine Frauenquote ein, fügte 1986 das Wort «Frauen» in den Namen ihres Ministeriums ein und trat für ein liberaleres Abtreibungsrecht beim Paragrafen 218 ein.

In der AIDS-Krise formulierte sie ihre Position klar: «Die Krankheit bekämpfen und nicht die Kranken.»

Sie leitete von 2000 bis 2001 im Auftrag von SPD-Kanzler Gerhard Schröder die Kommission Zuwanderung. Deren zentrale Aussage - «Deutschland braucht Zuwanderinnen und Zuwanderer.» - galt in der Union als Affront.

Auch nach ihrem Ausscheiden aus der aktiven Politik 2002 blieb sie engagiert. Mit der Initiative «Parität jetzt!» forderte sie: «Jetzt geht es nicht mehr um Quoten, sondern um gleiche Anteile von Frauen und Männern in der Politik, um die Parität» Trotz der 2022 von der CDU beschlossenen Quote sank der Frauenanteil im Bundestag von 35 Prozent 2021 auf 32,4 Prozent 2025.

Ihr Motto lautete: «Einmal mehr aufstehen als hinfallen» Im FOCUS-Interview sagte sie kurz vor ihrem Tod: «Ich spüre selbst im Alter ständig neue Möglichkeiten.»

Vor drei Jahren diagnostizierten Ärzte bei ihr unheilbaren Brustkrebs.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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