Wintereinbruch: Bahn streicht Züge und drosselt ICE auf 200 km/h

upday.com 1 dzień temu
Die Bahn rechnet wegen der Wetterlage mit Einschränkungen. (Archivbild) Marcus Brandt/dpa

Die Deutsche Bahn reduziert ab Donnerstagnachmittag vorbeugend den Fernverkehr in Nord- und Nordostdeutschland. Grund ist ein angekündigter Wintereinbruch mit starkem Wind, Schneefällen und Schneeverwehungen bei anhaltendem Frost, wie der Deutsche Wetterdienst prognostiziert. Gleichzeitig kommt scharfe Kritik vom Fahrgastverband Pro Bahn: Die Bahn sei auf das Winterwetter «nicht ausreichend» vorbereitet.

Betroffen von den Einschränkungen sind Fernverbindungen nach Norddeich-Mole, Kiel, Westerland auf Sylt, Rostock, Binz auf Rügen und Kopenhagen. Auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken Berlin-Wolfsburg, Hannover-Würzburg und Köln-Rhein/Main dürfen ICE-Züge nur noch maximal 200 Kilometer pro Stunde fahren. Die Begrenzung sei notwendig, um Schäden an Zügen und Gleisen zu vermeiden. Die Folge: Reisezeiten verlängern sich um bis zu 30 Minuten.

Flexible Tickets und Kundenoptionen

Fahrgäste, die Tickets für Donnerstag bis Samstag gekauft haben, können diese später nutzen. Die Zugbindung ist aufgehoben, Reisen können auf Mittwoch vorgezogen werden. Sitzplatzreservierungen lassen sich kostenfrei stornieren. Die Bahn erwartet «spürbare Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs» und rät, vor der Fahrt die aktuelle Verkehrslage über die DB Navigator-App oder bahn.de zu prüfen.

Fahrgastverband fordert Entschädigungen

Detlef Neuß, Vorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn, kritisiert die Deutsche Bahn scharf. Der Rheinischen Post sagte er: «Es gibt bereits ein deutlich höheres Ausmaß von Zugverspätungen, von eingefrorenen Weichen und Stellwerken sowie von Lokführern, die nicht pünktlich zum Dienst kommen können.» Die Bahn müsse Entschädigungen zahlen. «Die Bahn kann sich da nicht rausreden. Wir haben zwar Winterwetter, aber keine Situation, die völlig ungewöhnlich oder gar katastrophal ist. Entschädigungen müssen gezahlt werden», so Neuß.

Regionalverkehr bis Freitag beeinträchtigt

Im Regionalverkehr in Niedersachsen und Bremen sind bis Freitag, den 9. Januar, Verspätungen und Teilausfälle zu erwarten. Eine Bahnsprecherin erklärte, die Situation habe sich mittlerweile entspannt: «Aktuell haben wir derzeit im Norden trotz des frostigen Wetters keine größeren Einschränkungen mehr.» In den vergangenen Tagen seien vor allem eingeschneite oder vereiste Weichen ursächlich gewesen.

Die Nahverkehrsgesellschaft Schleswig-Holstein warnt vor schweren Störungen ab Freitag. «Der Nahverkehr im hohen Norden rechnet damit, dass es aufgrund der extremen Wetterbedingungen ab Freitag teilweise zu Betriebseinstellungen ohne Ersatzverkehr kommen wird», teilte NAH.SH mit. Geschäftsführer Arne Beck bat um Verständnis: «Wir bitten um Verständnis, dass es trotz aller Vorbereitungsmaßnahmen und dem Einsatz aller möglichen Kräfte am folgenden Wochenende zu Beeinträchtigungen und Ausfällen im Nahverkehr kommen kann.»

Weichenheizungen stoßen an Grenzen

Bei extremem Frost oder starken Schneeverwehungen erreichen die vorhandenen Weichenheizungen ihre Grenzen. Räumkräfte müssen dann manuell die Gleise freimachen. Die Bahnsprecherin sagte: «Bei Einschränkungen im Zugverkehr in den vergangenen Tagen waren im Norden vor allem eingeschneite oder vereiste Weichen ursächlich.»

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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