Alle deutschen Tennisspielerinnen schieden bei den Australian Open spätestens in der zweiten Runde aus. Zehn Jahre nach Angelique Kerbers erstem Grand-Slam-Triumph in Melbourne endet das Turnier für das deutsche Frauen-Tennis enttäuschend früh – Bundestrainer Torben Beltz zeigt sich geknickt.
Laura Siegemund war die letzte Deutsche im Wettbewerb. Die 37-jährige Schwäbin verlor in der zweiten Runde gegen die australische Qualifikantin Maddison Inglis (Weltranglisten-168.) mit 4:6, 7:6 (7:3), 6:7 (7:10). Zuvor schieden bereits Eva Lys, Tatjana Maria und die 20-jährige Ella Seidel in der ersten Runde aus.
Beltz enttäuscht über frühes Aus
«Wir sind schon geknickt, dass bereits in der zweiten Runde alle raus sind», sagte Bundestrainer Beltz in Melbourne. Der 49-Jährige hatte besonders auf die deutsche Nummer eins Eva Lys gehofft, die im Vorjahr noch bis in die vierte Runde vorgestoßen war. «Im vergangenen Jahr war es mit Eva Lys super, die es bis in die vierte Runde geschafft hat. Dieses Mal hat es leider nicht gereicht», so Beltz.
Lys ist die größte Hoffnung für die Zukunft des deutschen Frauen-Tennis. Doch die deutsche Nummer eins kämpft mit gesundheitlichen Problemen. Sie leidet an einer chronischen rheumatischen Autoimmunerkrankung und hatte bei den Australian Open zusätzlich mit Knieproblemen zu kämpfen. «Spielerisch habe ich sie zu Beginn des Jahres hier sehr gut gesehen, jetzt muss noch die Gesundheit mitspielen», erklärte Beltz.
Kontrast zu Kerbers Triumph 2016
Die aktuellen Ergebnisse stehen in scharfem Kontrast zu den Erfolgen vor zehn Jahren. 2016 gewann Angelique Kerber unter Beltz' Coaching ihren ersten Grand-Slam-Titel in Melbourne – den ersten von insgesamt drei. «Das war natürlich ein tolles Jahr», erinnerte sich Beltz. «Es sind fantastische Erinnerungen, wenn man hier so über die Anlage läuft. Verrückt, dass das schon zehn Jahre her ist.»
Die Veteraninnen Maria und Siegemund nähern sich dem Karriereende, während hinter der aktuellen Generation eine große Talentlücke klafft. Zwar schwärmt Beltz von jungen Spielerinnen wie Mariella Thamm (16), Eva Bennemann (18), Tessa Brockmann (20), Julia Stusek (17) und Sonja Zhenikhova (17). Doch bis diese auf Grand-Slam-Niveau spielen können, brauchen sie noch Jahre.
«Wir haben einige richtig gute Talente», betonte Beltz dennoch. Seine Hoffnung für die nähere Zukunft richtet sich auf die French Open im Mai in Paris: «Wir hoffen, dass wir durch Training und harte Arbeit wieder nach vorne kommen und es dann bei den French Open schon wieder anders aussieht.»
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.






