Alexander Zverev ist beim Australian-Open-Halbfinale gegen Carlos Alcaraz nach einer umstrittenen medizinischen Auszeit des Spaniers an die Decke gegangen. Tennis-Legende Boris Becker verteidigte den Wutausbruch des Deutschen nach dem Match deutlich: «Da hat Sascha komplett recht. Da wäre jeder ausgeflippt.»
Die Szene ereignete sich beim Stand von 4:4 im dritten Satz. Alcaraz, der bis dahin noch keinen Satz abgegeben hatte, nahm eine medizinische Auszeit. Zuvor hatte der Spanier begonnen zu humpeln, sich zu dehnen, kürzer aufzuschlagen und vermehrt Stoppbälle zu spielen. Später klagte er über Probleme im linken Bein.
Zverev konfrontierte daraufhin Schiedsrichterin und Oberschiedsrichter auf dem Platz. In der TV-Übertragung war zu hören, wie der Deutsche immer wieder «Unfassbar, unglaublich» rief. Er warf den Offiziellen vor: «Ihr protected die beiden, das ist unglaublich.» Mit «die beiden» meinte er Alcaraz und den Italiener Jannik Sinner. Zverev weiter: «Das gibt es nicht, das kann nicht euer Ernst sein.»
Beckers klare Haltung
Boris Becker stellte sich bei Eurosport unmissverständlich hinter Zverev. «Zverev war der Sieger in dem Moment. Hätte Alcaraz direkt weiterspielen müssen, er hätte es nicht gekonnt», analysierte die Tennis-Legende. Gleichzeitig würdigte er Alcaraz' Cleverness: «Alcaraz ist ein cleverer Junge. Man muss ihm erstmal glauben.»
Der Streitpunkt: Eine medizinische Auszeit ist laut Reglement nur bei Verletzungen erlaubt, nicht bei Krämpfen. Die Schiedsrichter hatten Alcaraz zudem keine Zeitstrafe für eine mögliche time violation gegeben. Zverev verwies auch auf Sinners vorheriges Match gegen den US-Amerikaner Eliot Spizziri, bei dem sich der Italiener nach einer hitzebedingten Unterbrechung von einem 1:2-Satzrückstand erholte.
Das Match endete nach fünf Stunden mit einem Fünf-Satz-Sieg für Alcaraz. Für Zverev bleibt die bittere Niederlage und der Ärger über die Entscheidung der Offiziellen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.












