Generalleutnant Christian Freuding hat angekündigt, dass 19 Soldaten des Fallschirmjägerregiments 26 in Zweibrücken aus der Bundeswehr entlassen werden sollen. Der Heeresinspekteur machte diese Angaben in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne in Altenstadt. Zehn Entlassungen sind bereits vollzogen. Die vollständige Aufarbeitung des Skandals soll Anfang April abgeschlossen sein.
Die Vorwürfe wiegen schwer: Sexualisiertes Fehlverhalten, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und extremistische Verhaltensweisen. Insgesamt sind 55 Soldaten des Regiments beschuldigt. Gegen 19 von ihnen ermittelt die Staatsanwaltschaft. Derzeit laufen noch forensische Untersuchungen an Mobiltelefonen und anderen Geräten.
Freuding stellte klar: «Sexualisiertes Fehlverhalten, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, extremistische Verhaltensweisen sowie eine in Teilen toxische militärische Gemeinschaft haben keinen Platz in der Bundeswehr und in unserem Heer.» Jeder einzelne Vorfall sei für ihn «wirklich schmerzlich».
Kein Strukturproblem
Der Heeresinspekteur sieht in den Vorfällen kein strukturelles Problem der Bundeswehr. «Das sind individuelle Verfehlungen, die individuell auch geahndet werden», sagte Freuding. Er betonte, dass die Vorfälle «Kameradschaft, die Einsatzbereitschaft, den inneren Zusammenhalt und die Wertebindung» beschädigen würden.
Freuding kündigte einen Aktionsplan mit vier Handlungsfeldern an. Der Plan umfasst Beobachtungsbesuche, strukturelle Maßnahmen, verstärkte Prävention sowie Änderungen in der militärischen Laufbahn. Besonders die Drogenprävention will die Bundeswehr verstärken. «Wir werden sicherlich nach der Vielzahl von Vorgängen da ein besonderes Augenmerk darauflegen und auch hier wieder: Prävention muss im Vordergrund stehen», so Freuding.
Strategische Bedeutung
Die Luftlandebrigade 1, zu der das Regiment gehört, spielt eine zentrale Rolle für die Bundeswehr. Freuding beschrieb sie in seinem Aktionsplan als schnellsten verfügbaren Großverband für Kriseneinsätze: «Sie ist der am schnellsten verfügbare Großverband der Bundeswehr für krisenhafte Entwicklungen im Ausland. Mögliche Einsatzszenarien sind vielfältig und reichen von einer schnellen Anfangsoperation oder einer Operation gegen irreguläre Kräfte über militärische Evakuierungsoperationen bis hin zu einer Operation in der Tiefe.»
Der Heeresinspekteur betonte, Deutschland brauche Fallschirmjäger, «die bereit sind, als Erstes zu gehen, die bereit sind zum Kampf, die ins Gefecht springen, die sich durchsetzen und die gewinnen». Ihr Beitrag sei entscheidend, «dass wir erfolgreich abschrecken, um Frieden und Freiheit zu wahren».
Bis Jahresende sind vierteljährliche Treffen der militärischen Führung geplant. Eine umfassende Überprüfung aller Maßnahmen soll Ende des Jahres erfolgen. Die Vorfälle waren durch Eingaben an die damalige Wehrbeauftragte Eva Högl bekannt geworden. Im Jahr 2025 war bei der Luftlandebrigade 1 eine außergewöhnlich hohe Zahl von Verstößen gegen die Prinzipien der Inneren Führung bekannt geworden.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.









