3 Menschen verletzt - Rom fällt über 120 Jahre alte Pinien selektiv

upday.com 5 godzin temu
Nach Unwettern sind innerhalb eines Monats drei solcher Bäume mitten auf der berühmten Via dei Fori Imperiali umgestürzt - sie zählt zu den beliebtesten Straßen zum Flanieren und vor allem die zahlreichen Rom-Touristen nutzen sie. Dipartimento Ambiente Roma/dpa

Die Stadt Rom hat mit "selektiven Fällungen" von Pinien an der Via dei Fori Imperiali begonnen. Auslöser: Innerhalb eines Monats stürzten drei Bäume um, drei Menschen wurden leicht verletzt. Eine eigens eingerichtete Task Force untersuchte die Situation – mit ernüchterndem Ergebnis: Viele der Pinien müssen weichen.

Der besonders betroffene Straßenabschnitt zwischen Piazza Venezia und Kolosseum war nach dem letzten Vorfall vor gut einer Woche komplett gesperrt worden. Fußgänger wurden umgeleitet. Die Nachbarpinie des zuletzt gestürzten Baums wurde bereits gefällt. Die Stadt plant, die Straße am 16. Februar wieder zu öffnen.

Bäume weit über ihrer Lebenszeit

Das Problem ist teilweise hausgemacht: Die Pinien an der Via dei Fori Imperiali wurden 1931 während der faschistischen Ära gepflanzt – bereits damals waren die Bäume mehr als 20 Jahre alt. Heute sind sie mindestens 120 Jahre alt. Die natürliche Lebensdauer von Pinien liegt bei rund einem Jahrhundert.

Nach Inspektionen des betroffenen Bereichs teilte die Stadt mit: «Aus den ersten erhobenen Daten ergibt sich die Möglichkeit, einen Teil der Bäume an der Via dei Fori Imperiali zu retten.» Bei diesen Exemplaren sollen Wurzeln und umliegender Boden stabilisiert werden. Die Stadt erwägt zudem, neue Pinien zu pflanzen.

Kulturelles Erbe in Gefahr

Für viele Römer ist der Gedanke an Fällungen schmerzhaft. Die Pinien sind tief in der Stadtidentität verankert – Filmemacher Federico Fellini feierte sie in «Roma», Komponist Ottorino Respighi widmete ihnen die sinfonische Dichtung «Pini di Roma». Rund 51.000 der Bäume prägen das Stadtbild.

Mehrere Faktoren setzen den Pinien zu: täglicher Massenandrang von Touristen, Wurzelschäden durch Straßenbau und unsachgemäße Beschneidung. Hinzu kommen klimatische Extreme – häufige Wechsel zwischen intensiver Dürre und Starkregen schwächen Wurzeln und Stabilität, starke Winde können die geschwächten Bäume dann umwerfen.

Pinien-Experte Flavio Tarquini plädiert für einen regelmäßigen Austausch der Bäume durch neue Exemplare statt einer kompletten Entfernung des Bestands. Die Stadt hatte zunächst eine großflächige Fällung aller Pinien in dem Bereich erwogen, entschied sich dann aber für die differenzierte Lösung mit der Task Force.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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