70 verletzte Polizisten - Geisterspiele für Magdeburg und Dresden gefordert

upday.com 2 godzin temu
Die Polizei ermittelt nach schweren Ausschreitungen beim Spiel Magdeburg gegen Dresden (Symbolbild - KI-generiert) AI Generated Stock Image

Nach schweren Ausschreitungen beim Zweitligaspiel zwischen 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden mit 70 verletzten Polizisten fordert die Polizeigewerkschaft drastische Konsequenzen: Geisterspiele für beide Vereine und harte Haftstrafen für die Täter. Das Spiel am Samstag (1:2) endete mit beispielloser Gewalt gegen Einsatzkräfte. 17 Beamte mussten hospitalisiert werden.

Fans beider Lager griffen Polizisten mit massiven Gegenständen an. Laut einem internen Bericht der Bereitschaftspolizei Sachsen-Anhalt flogen Gullydeckel, Gehwegplatten, Steine, Absperrgitter, Mülleimer, Stühle und sogar Toiletten auf die Beamten. Aus dem Dresdner Gästeblockmit 2900 Anhängern wurden Raketen und Böller in den Magdeburger Familienblock geschossen. In der Halbzeit kam es zu massiven Krawallen im Umlauf des Stadions.

«Kurze Freiheitsstrafe ohne Bewährung»

Holger Stahlknecht (CDU), ehemaliger Innenminister von Sachsen-Anhalt und heutiger Präsident des Fußballverbands Sachsen-Anhalt, fordert im Mitteldeutschen Rundfunk «schnelle und harte Urteile». Er sagte dem MDR am Montag: «Strafrecht hat eine generalpräventive Wirkung. Es geht nicht darum, dass man sechs Monate auf Bewährung ausurteilt oder eine Geldstrafe, sondern dass eine zeitige, kurze Freiheitsstrafe ohne Bewährung vielleicht auch mal angemessen wäre. Möglicherweise spricht sich das rum. Diejenigen, die da Krawall machen, sind ganz normale Bürger, die Montag wieder zur Arbeit gehen, liebevolle Familienväter oder Mütter.»

Stahlknecht betonte: «Die Vereine tragen die Verantwortung für das, was im Stadion passiert.» Die Sicherheitskonzepte müssten grundlegend überdacht werden.

Geisterspiele bis Saisonende gefordert

Die Deutsche Polizeigewerkschaft verlangt vom Deutschen Fußball-Bund und der Deutschen Fußball Liga Sanktionen gegen beide Vereine. Heiko Teggatz, stellvertretender Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, forderte: «Wenn Sicherheit nicht gewährleistet werden kann, müssen Spiele ohne Zuschauer stattfinden.» Die Gewerkschaft verlangt Geisterspiele für Magdeburg und Dresden für mindestens ein Jahr.

Teggatz kritisierte zudem die Kostenverteilung: «Hochrisikospiele dürfen nicht länger einseitig von der Allgemeinheit finanziert werden.» Er forderte: «Wer mit dem Profifußball Millionen verdient, muss auch Verantwortung für die Sicherheit übernehmen.» Das Bundesverfassungsgericht hatte Anfang vergangenen Jahres eine Bremer Regelung für verfassungsgemäß erklärt, die der Deutschen Fußball Liga Kosten für zusätzliche Polizeieinsätze auferlegen kann.

Ermittlungen wegen versuchtem Mord

Die Polizeiinspektion Magdeburg ermittelt in mehreren schweren Fällen. Die Vorwürfe: schwerer Landfriedensbruch in zwei Fällen, versuchter Mord an Polizisten in drei Fällen, umfangreiche Sachbeschädigungen und Raub. Eine Ermittlungsgruppe wurde eingerichtet, um die Täter zu identifizieren. Mehrere hundert Beamte aus verschiedenen Bundesländern und Kräfte der Bundespolizei waren im Einsatz.

Bei dem Spiel kam erstmals in Magdeburg das Sicherheitskonzept «Stadionallianz» zum Einsatz, das die Zusammenarbeit der Beteiligten bei Bundesligaspielen verbessern soll. Das in Baden-Württemberg entwickelte Konzept wird seit der Saison 2017/18 bereits in neun Bundesländern genutzt. Die Deutsche Fußball Liga hatte im vergangenen November eine positive Zwischenbilanz gezogen. Der 1. FC Magdeburg verurteilte die Gewaltausbrüche, wollte sich zu möglichen Konsequenzen aber erst nach vollständiger Aufklärung äußern.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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