Deutschland 2025: 17.604 Firmenpleiten – Rekord seit 20 Jahren

upday.com 18 godzin temu
Deutschland verzeichnete 2025 mit 17.604 Firmeninsolvenzen den höchsten Stand seit 20 Jahren (Symbolbild - KI-generiert) AI Generated Stock Image

Deutschland verzeichnete 2025 mit 17.604 Firmeninsolvenzen den höchsten Stand seit 20 Jahren. Das sind durchschnittlich 48 Pleiten pro Tag – rund fünf Prozent mehr als während der Finanzkrise 2009. Die Zahlen des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zeigen: Die wirtschaftlichen Herausforderungen spiegeln sich immer deutlicher in den Insolvenzstatistiken wider.

Besonders dramatisch entwickelte sich das Jahresende. Im Dezember 2025 gingen 1.519 Insolvenzanträge ein – 75 Prozent mehr als im Durchschnitt der Dezember-Monate zwischen 2016 und 2019. Der breite Anstieg erfasste nahezu alle Branchen.

Großunternehmen besonders betroffen

Die Transformationsberatung Falkensteg ermittelte 471 Insolvenzen bei Unternehmen mit mehr als zehn Millionen Euro Jahresumsatz. Das entspricht einem Anstieg von 25 Prozent gegenüber 2024. Seit 2021 haben sich die Großinsolvenzen damit fast verdreifacht.

Professor Dr. Steffen Müller, Leiter der IWH-Insolvenzforschung, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Der Anstieg war breit, da wurde niemand verschont.» Der Anstieg traf besonders hart: Hotel- und Gastgewerbe, Bauunternehmen, Projektentwickler, Metallwaren-Hersteller, Zulieferer und Elektrotechnik-Firmen.

Zinsanstieg traf Baubranche hart

Der Zinsanstieg Ende 2022 wirkt sich weiterhin massiv aus. «Der Zinsanstieg Ende 2022 hat dort einigen einen Strich durch die Rechnung gemacht», so Müller. Auch die Bau- und Immobilienbranche leidet unter den gestiegenen Finanzierungskosten.

Wirtschaftsexperte Jonas Eckhardt von der Transformationsberatung Falkensteg warnte gegenüber der Bild: «Die deutsche Wirtschaft ringt nicht mehr nur mit Kopfschmerzen. Sie hat Fieber bekommen. Das wird sich nicht so schnell ändern.» Für viele Mittelständler sei dies «keine Konjunktur-Delle mehr, sondern eine Überlebensfrage».

Tausende Arbeitsplätze in Gefahr

Die Pleitewelle trifft Beschäftigte in ganz Deutschland. Die Insolvenz der Bäckerei-Kette Leifert in Schleswig-Holstein bedroht 220 Arbeitsplätze, beim Autozulieferer ae group in Thüringen 600. Ein weiterer Autozulieferer in Nordrhein-Westfalen meldete Insolvenz mit 500 Beschäftigten.

Eine Papierfabrik in Schleswig-Holstein stellte nach 120 Jahren die Produktion ein – 200 Arbeitsplätze gehen verloren. Ein Maschinenbau-Weltmarktführer in Baden-Württemberg schließt mit 270 Mitarbeitern. Eine Wurstfirma in Bautzen entließ alle Beschäftigten.

Keine Besserung 2026 in Sicht

Experten rechnen nicht mit einer Trendwende im laufenden Jahr. Die Insolvenzforscher erwarten weitere Anstiege, besonders bei großen Unternehmen. Die hohen Kosten für Energie, Rohstoffe und Personal belasten die Betriebe weiter. Internationale Konkurrenz verschärft die Lage.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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