Deutschland führt eine neue Kaufprämie für Elektroautos ein. Käufer können zwischen 1.500 und 6.000 Euro Förderung erhalten – gestaffelt nach Haushaltseinkommen, Anzahl der Kinder und Fahrzeugtyp. Die Förderung gilt für Neuanmeldungen ab dem 1. Januar, Anträge sind voraussichtlich ab Mai möglich.
Die Einkommensgrenze liegt bei 80.000 Euro für den gesamten Haushalt. Familien mit zwei Kindern können bis 90.000 Euro verdienen, jedes weitere Kind erhöht die Grenze um 5.000 Euro. Das entspricht einem monatlichen Nettoeinkommen von rund 4.800 Euro für Alleinstehende oder 5.400 Euro für Paare.
Für reine Elektroautos beträgt die Basisprämie 3.000 Euro. Haushalte mit maximal 60.000 Euro Einkommen erhalten 4.000 Euro, bei maximal 45.000 Euro sind es 5.000 Euro. Zusätzlich gibt es 500 Euro pro Kind, höchstens aber 1.000 Euro.
Förderung auch für Plug-in-Hybride
Plug-in-Hybride und sogenannte Range Extender – kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von E-Autos erhöhen – werden mit 1.500 Euro gefördert. Voraussetzung: maximal 60 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer oder mindestens 80 Kilometer elektrische Reichweite. Ab dem 1. Juli 2027 soll die Förderung überprüft und stärker an den tatsächlichen CO2-Emissionen im Alltagsbetrieb ausgerichtet werden.
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sagte der dpa: «Das ist ein starker Anschub für die Elektromobilität in Deutschland.» Er betonte: «Und es ist ein Anschub für unsere heimische Automobilwirtschaft, die starke Elektroautos im Angebot hat.» Schneider erwartet, dass deutsche Hersteller in diesem Jahr weitere günstigere Modelle auf den Markt bringen: «In diesem Jahr werden noch weitere und auch günstigere Modelle der deutschen Hersteller auf den Markt kommen.»
Kritik vom Autoexperten
Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des privaten Instituts Center Automotive Research, kritisiert die neue Förderung scharf. «Ich glaube, das Ganze ist nicht notwendig», sagte er. «Elektroautos verkaufen sich von allein. Schade um das Steuergeld.» Dudenhöffer befürchtet, dass Hersteller die Prämie in ihre Preise einkalkulieren und Autos dadurch teurer werden könnten. Günstigerer Ladestrom und niedrigere Lohnnebenkosten wären seiner Ansicht nach effektiver für den Absatz und die heimische Industrie.
Die Bundesregierung hatte die Wiedereinführung einer Kaufprämie bereits im Oktober angekündigt. Insgesamt stehen drei Milliarden Euro bereit, etwa 800.000 Fahrzeuge sollen bis 2029 gefördert werden. Die vorherige "Umweltbonus"-Förderung war von der damaligen Ampel-Koalition Ende 2023 abrupt beendet worden. Sie hatte bis zu 4.500 Euro betragen, die Hälfte davon trugen die Hersteller.
Im vergangenen Jahr machten Elektroautos über 19 Prozent der Neuzulassungen aus – ein Plus von rund 5,6 Prozentpunkten. Nach einem Einbruch 2024 stiegen die E-Auto-Verkäufe 2025 im Vergleich zu 2023 um etwa vier Prozent. Der Anteil an allen zugelassenen Fahrzeugen liegt aber weiterhin nur bei rund vier Prozent.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.







