Isar Aerospace sichert EU-Aufträge trotz Raketenabsturz

upday.com 2 dni temu
Der Teststart der «Spectrum»-Rakete des deutschen Herstellers Isar Aerospace im März. Das Unternehmen hat die Testphase seiner Rakete noch nicht abgeschlossen, aber bereits kommerzielle Aufträge im Buch. (Archivbild) -/Isar Aerospace/dpa

Der deutsche Raketenhersteller Isar Aerospace hat prestigeträchtige Aufträge von der EU und der europäischen Raumfahrtagentur ESA erhalten. Das Unternehmen aus Ottobrunn bei München soll ab 2026 zwei kommerzielle Missionen vom norwegischen Raumhafen Andøya durchführen.

Die Vereinbarungen umfassen Starts für zwei europäische Unternehmen: Der niederländische Satellitenhersteller Isispace und das französische Unternehmen Infinite Orbits, das Wartungssysteme für Satelliten entwickelt. Beide Flüge sollen mit der Trägerrakete «Spectrum» erfolgen.

Rakete noch in der Testphase

Die «Spectrum»-Rakete befindet sich allerdings noch in der Erprobung. Der erste Testflug Ende März verlief ernüchternd: Nach nur 30 Sekunden stürzte die Rakete ab.

Trotz der Testprobleme handelt es sich bei den EU-Aufträgen nicht um weitere Versuche, sondern um kommerzielle Flüge mit echter Nutzlast. Isar Aerospace sieht die Verträge als wichtigen Schritt für künftige institutionelle Starts.

Europa hängt in der Raumfahrt zurück

Die Aufträge kommen zu einem kritischen Zeitpunkt für die europäische Raumfahrt. Europa kann derzeit kaum eigene Satelliten ins All befördern und ist stark auf externe Anbieter angewiesen.

Die Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie zeigen das Ausmaß: 2024 starteten die USA mehr als die Hälfte aller 220 zivilen und militärischen Trägerraketen weltweit. China folgte mit 67 Starts, Russland mit 20 und Indien mit sieben. Europa bildete mit nur vier Raketenstarts das Schlusslicht.

SpaceX profitiert von europäischen Problemen

Ursache für Europas Schwäche sind die jahrelangen Verzögerungen bei der Entwicklung der Ariane 6-Rakete. Die ESA-Trägerrakete sollte längst einsatzbereit sein.

Von dieser Situation profitiert besonders Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX. Europäische Satelliten werden derzeit häufig von dem US-Konzern in die Umlaufbahn befördert - eine Abhängigkeit, die der EU-kritische Milliardär geschickt für sich nutzt.

(dpa) Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz überarbeitet.

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