Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat eine Termingarantie für Facharztbesuche gefordert. Hintergrund sind neue Zahlen der Bundesregierung, die einen drastischen Anstieg der Wartezeiten zeigen: Von durchschnittlich 33 Tagen im Jahr 2019 auf 42 Tage im Jahr 2024.
Lauterbach sagte der Rheinischen Post: «Wenn innerhalb von drei Wochen kein Termin geht, darf der Patient wie ein Privatversicherter ambulant im Krankenhaus behandelt werden.» Die Kosten sollen aus dem Honorartopf der niedergelassenen Fachärzte finanziert werden.
Die Zahlen stammen aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linken. Sie belegen eine deutliche Verschlechterung der Versorgungssituation innerhalb von fünf Jahren.
Warkens Reformpläne
Die amtierende Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kündigte Verbesserungen bei der Patientensteuerung an. Geplant sind eine Ersteinschätzung per Telefon oder digital sowie der Hausarzt als erste Anlaufstelle. Warken betonte: «Wenn ein schneller Termin medizinisch notwendig ist, so soll er auch gewährt werden.» Ziel sei «mehr Navigation und Steuerung sowie dadurch eine zielgerichteteren Nutzung der verfügbaren Zeit in den Arztpraxen».
Die Grünen fordern zügige Reformen. Hausärzte und Sozialverbände unterstützen die Forderungen nach Verbesserungen. Die Kassenärzte warnen hingegen vor Populismus in der Debatte.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.








