Ein internationales Forscherteam hat DNA-Spuren auf einer Zeichnung entdeckt, die häufig Leonardo da Vinci zugeschrieben wird. Die genetischen Spuren könnten vom Universalgenie selbst stammen. Die Entdeckung könnte eine neue Methode zur Authentifizierung umstrittener Kunstwerke eröffnen und den Schutz von Kulturgütern verbessern.
Die Wissenschaftler um Harinder Singh vom J. Craig Venter Institute in den USA fanden auf der Rötelzeichnung eines Kinderkopfes menschliche DNA-Fragmente. Diese zeigen ähnliche genetische Charakteristiken wie DNA-Spuren auf Briefen aus dem 15. Jahrhundert, die dem Familienkreis da Vincis zugeordnet werden. Die identifizierte genetische Gruppe passt zu einer toskanischen Abstammung – der Herkunftsregion des 1452 geborenen Künstlers und Erfinders.
Methodik und wissenschaftliche Grenzen
Die Forscher konzentrierten sich auf Y-Chromosom-Fragmente, die über die väterliche Linie vererbt werden. Diese genetische Gruppe ist heute im Mittelmeerraum und in der Toskana verbreitet. Das Forschungsteam betont allerdings selbst die Grenzen ihrer Methode: Oberflächen-DNA auf Kunstwerken ist durch Berührung und Lagerung stark kontaminationsanfällig und erfordert vorsichtige Interpretation.
Eine direkte genetische Referenz zu Leonardo da Vinci fehlt. Der Künstler hatte keine direkten Nachkommen, und sein Grab in Amboise, Frankreich, wurde im 19. Jahrhundert mehrfach gestört. Unabhängige Experten, die vom Fachmagazin "Science" befragt wurden, bleiben daher zurückhaltend: Die Ergebnisse erlauben keine eindeutige Zuordnung zu da Vinci persönlich.
Weitere Forschungsansätze
Beteiligte Wissenschaftler erklärten gegenüber "Science": «Das ist ein wichtiger erster Hinweis, aber kein Beweis.» Die Studie ist bislang als Preprint veröffentlicht und noch nicht durch unabhängige Fachkollegen geprüft.
Das Projekt verfolgt parallel mehrere Ansätze: Die Forscher planen, DNA lebender männlicher Nachkommen aus da Vincis väterlicher Linie zu analysieren. Zudem untersuchen sie Knochen aus einer Kirche in Vinci, Toskana, die möglicherweise von engen Verwandten des Künstlers stammen. Erste Datierungen passen zeitlich zu da Vincis Familie.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

