Die TV-Fahndungssendung «Aktenzeichen XY... ungelöst» hat am Mittwochabend zu neuen Ermittlungsansätzen in zwei spektakulären Kriminalfällen geführt. In Gelsenkirchen gingen Dutzende Hinweise zum Millionen-Coup in einer Sparkasse ein, während in Hamburg ein fast 15 Jahre alter Raubüberfall auf ein älteres Ehepaar wieder aufgerollt wird.
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat die Ermittlungen zum Gelsenkirchen-Einbruch massiv verstärkt. Die Polizei stockte die Ermittler um 120 auf insgesamt 350 Beamte auf, die in drei Schichten rund um die Uhr arbeiten.
Innenminister Herbert Reul (CDU) besuchte am Mittwoch den Tatort und informierte den Innenausschuss des Landtags über neue Details.
Die Täter hatten Ende Dezember die Sparkassen-Filiale mit ausgefeilten Methoden überwunden. Sie manipulierten das Schloss einer Verbindungstür zwischen Parkhaus und Bankfiliale, überklebten einen Bewegungsmelder und bohrten sich durch ein Archiv-Zimmer in den Tresorraum. Die Täter leerten etwa 3.100 Kundenschließfächer, ohne dass die Alarmanlage auslöste.
Der Wert der Beute bleibt unklar - Schätzungen schwanken zwischen einem zwei- und dreistelligen Millionenbetrag. Die Ermittler haben bereits 30.000 Beweisstücke gesichtet und mehrere tausend Stunden Videomaterial ausgewertet. Für die Untersuchungen hat die Polizei ein Gebäude angemietet.
Fast 15 Jahre alter Fall in Hamburg
In Hamburg erhielt die Polizei mehrere Hinweise zu einem Raubüberfall aus dem Mai 2011. Zwei Täter hatten damals ein 88 Jahre altes Ehepaar in Hamburg-Osdorf in deren Haus überfallen, in den Keller gezerrt und mit Kabelbindern sowie Klebeband gefesselt.
Die Täter durchsuchten das Haus, fanden aber keine Beute. Kurz nach der Tat riefen sie selbst den Notruf - die Polizei zeichnete ihre Stimmen dabei auf. Das Motiv blieb bis heute rätselhaft, da das Paar zurückgezogen lebte, keine bekannten Kontakte hatte und keine erkennbaren Wertsachen besaß. Beide Opfer sind mittlerweile verstorben.
Ein Polizeisprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Nach der Ausstrahlung des Sachverhaltes sind bei der Polizei Hamburg mehrere Hinweise eingegangen, die jetzt von den Ermittlerinnen und Ermittlern geprüft werden.» Die Ermittler hoffen, durch die neuen Tipps das Motiv endlich klären zu können.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.









