Münchner Startup lässt 2,7-Tonnen-Elektroflieger erstmals abheben

upday.com 3 godzin temu
Das Münchner Startup ERC System testet erfolgreich seinen Elektroflieger "Romeo" (Symbolbild - KI-generiert) AI Generated Stock Image

Das Münchner Startup ERC System hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Am vergangenen Freitag hob der 2,7 Tonnen schwere Elektroflieger "Romeo" erstmals öffentlich ab. Auf einem Militärflugplatz bei Erding demonstrierte das Unternehmen, dass es gelingen kann, das tonnenschwere Fluggerät in die Luft zu bringen - während zuletzt andere Startups in der Branche gescheitert sind.

Der unbemannte Prototyp mit 16 Meter Spannweite soll Fracht transportieren und bis 2031 marktreif sein. Das Team um Co-Gründer Maximilian Oligschläger arbeitet mit 60 Mitarbeitern daran, eine Nutzlast von 500 Kilogramm transportieren zu können.

«Wir haben bewiesen, dass wir es schaffen, diese 2,7 Tonnen in die Luft zu kriegen und deswegen auch später die notwendige Nutzlast», sagte Oligschläger gegenüber Reuters bei der Demonstration am Freitag.

Starke Finanzierung durch IABG

Das Startup profitiert von starker finanzieller Rückendeckung: Die IABG, ein bayerischer Technologiekonzern, der seit Jahrzehnten für Airbus und die Bundeswehr arbeitet, hat einen signifikanten zweistelligen Millionenbetrag investiert und ist Muttergesellschaft von ERC. «Wir profitieren tagtäglich von der Erfahrung, die die IABG hat», so Oligschläger zu Reuters.

Fokus auf Patiententransport

Das Unternehmen setzt bewusst auf Nischenmärkte statt auf Massentransporte. Partner ist die DRF Luftrettung, einer der Marktführer im Bereich Luftrettung. Die elektrischen Fluggeräte sollen vor allem Patienten zwischen Krankenhäusern transportieren - eine Notwendigkeit, die durch Klinikschließungen zunimmt.

«Der Hauptanwendungsfall wird der Patiententransport sein, zwischen den Krankenhäusern», sagte Christian Müller-Ramcke von DRF Luftrettung am Rande des Testflugs. Elektrische Fluggeräte versprechen niedrigere Betriebskosten als Hubschrauber und sind schneller als Straßenambulanz - ein wichtiger Zeitgewinn für Rettungseinsätze.

Hybrid-Modell gegen Reichweitenprobleme

ERC will die Herausforderungen begrenzter Batteriekapazitäten und fehlender Ladeinfrastruktur mit einem Hybrid-Modell lösen. «Für die Vorwärtspropeller und für die Vertikalpropeller haben wir Elektromotoren», erklärte Oligschläger gegenüber Reuters. Ein Verbrennungsmotor soll die Batterien während des Flugs aufladen und so die Reichweite auf rund 800 Kilometer erweitern.

Die Strategie unterscheidet sich von anderen Startups, die auf reine Elektroflugzeuge für Lufttaxis setzten. Neben DRF Luftrettung will ERC auch militärische Logistik, Feuerwehrflüge und Frachtflüge zu Inseln bedienen. «Kritische Missionen, so nennen wir das», sagte Oligschläger zu Reuters.

Schwieriges Marktumfeld

Während die Elektroauto-Branche boomt, steckt die Entwicklung elektrischer Fluggeräte für Menschen noch in den Kinderschuhen. Die anspruchsvolle Technik und hohen Sicherheitsanforderungen erfordern massive Investitionen.

Im vergangenen Jahr mussten die Startups Lilium und Volocopter Insolvenz anmelden. Auch Branchenriesen wie Airbus und Boeing arbeiten an eVTOL-Flugzeugen - dem Fachbegriff für elektrische Senkrechtstarter.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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