Angriffe auf Journalisten: 818 Straftaten in 20 Monaten – 89 gewalttätig

upday.com 3 godzin temu
Die Polizei registrierte 818 politisch motivierte Straftaten gegen Medienschaffende (Symbolbild - KI-generiert) AI Generated Stock Image

Die Polizei hat zwischen April 2024 und November 2025 insgesamt 818 politisch motivierte Straftaten gegen Medienschaffende registriert – darunter 89 Gewaltdelikte. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor. Die Zahlen markieren einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr und befeuern die Debatte um den Schutz von Journalisten.

Die Straftaten verteilen sich über verschiedene politische Spektren: Die Polizei ordnete 244 Fälle dem rechten Spektrum zu, 78 dem linken und 153 einer ausländischen Ideologie. 31 Taten hatten religiöse Motive, weitere 312 wurden anderen Kategorien zugewiesen.

Deutlich mehr Fälle als 2023

Im Vergleich zum Jahr 2023 zeigt sich ein spürbarer Anstieg: Damals registrierte die Polizei rund 290 Fälle im gesamten Jahr – durchschnittlich etwa 24 pro Monat. Im aktuellen Erfassungszeitraum liegt der Schnitt bei fast 41 Fällen monatlich.

David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, zeigte sich alarmiert. Er sagte der «Rheinischen Post»: «Das Ausmaß an gewalttätigen Übergriffen und Straftaten gegen Medienschaffende erreicht ein erschreckend hohes Niveau. Bund und Länder müssen umgehend aktiv werden und deutlich mehr für den Schutz journalistischer Arbeit tun.» Er warnte: «Das sind Zahlen, die erschrecken und an die wir uns keinesfalls gewöhnen dürfen.»

Reporter ohne Grenzen dokumentiert Angriffe

Die Organisation Reporter ohne Grenzen beklagt ebenfalls Einschüchterungen und Gewalt gegen Journalisten in Deutschland. In ihrem Bericht "Nahaufnahme" dokumentierte RSF für 2025 insgesamt 55 Angriffe auf Medienschaffende und Redaktionen – nach 89 Attacken im Vorjahr. Viele Reporter nehmen die Delegitimierung journalistischer Arbeit als große Bedrohung für den Journalismus wahr.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

Idź do oryginalnego materiału