Gabuns Regierung hat nach dem desaströsen Afrika-Cup-Auftritt drastische Konsequenzen gezogen. Sportminister Simplice-Désiré Mamboula verkündete im gabunischen Fernsehen die vorläufige Suspendierung der gesamten Nationalmannschaft, die Entlassung des Trainerteams und den Rauswurf von Kapitän Pierre-Emerick Aubameyang und Vize-Kapitän Bruno Ecuele Manga aus dem Kader. Die Maßnahmen erfolgten unmittelbar nach dem Vorrundenaus ohne einen einzigen Punkt.
Das zentralafrikanische Land schied bei dem in Marokko ausgetragenen Turnier mit drei Niederlagen in drei Spielen als Gruppenletzter aus. Die "Panthères" verloren gegen Mosambik, Kamerun und die Elfenbeinküste. Besonders schmerzhaft: Die 2:3-Niederlage gegen Titelverteidiger Elfenbeinküste an Silvester, bei der Gabun eine 2:0-Führung in der Schlussphase verspielte.
Regierung spricht von "beschämender Leistung"
Mamboula begründete die Entscheidung im Fernsehen: «Angesichts der beschämenden Leistung der Panthères hat die Regierung beschlossen, den Trainerstab zu entlassen, die Nationalmannschaft bis auf Weiteres zu suspendieren und die Spieler Bruno Ecuele Manga und Pierre-Emerick Aubameyang aus dem Kader zu nehmen.» Die Leistung laufe «den ethischen Werten des Landes und dem Vorbildcharakter zuwider», so der Minister.
Das Sportministerium bezeichnete die Maßnahmen als «entscheidend und notwendig» und kritisierte auch Taktik, Fitness und Strategie des Teams. Videos der Pressekonferenz kursierten zunächst online, wurden jedoch kurz nach der Ausstrahlung von den offiziellen Plattformen des Ministeriums entfernt.
Aubameyang reiste vorzeitig ab
Der 36-jährige Aubameyang, früherer Bundesliga-Profi und aktuell bei Olympique Marseille unter Vertrag, war bereits nach zwei Spielen vorzeitig zum Verein zurückgekehrt. Trainer Thierry Mouyouma nannte Oberschenkelprobleme als Grund. Die frühe Abreise stieß auf Kritik, da Aubameyang die Mannschaft im entscheidenden dritten Gruppenspiel nicht unterstützte.
Aubameyang stand bereits seit längerem im Konflikt mit dem gabunischen Verband. Auf der Plattform X äußerte sich der Rekordtorschütze mit 83 Länderspielen nach Bekanntwerden der Sanktionen: «Ich glaube, dass die Probleme des Teams viel tiefer liegen.» Er bezeichnete sich selbst in diesem Zusammenhang als «kleine Person».
Präsident hatte gewarnt
Präsident Brice Clotaire Oligui Nguema hatte bereits vor den Maßnahmen gewarnt, dass die Leistung der Nationalmannschaft dem Nationalstolz des Landes schade. Gabun hatte zuvor auch die Qualifikation für die WM 2026 verpasst.
Für Aubameyang, der bereits 2022 nach einem Afrika-Cup-Aus vom Nationalteam zurückgetreten war und ein Jahr später zurückkehrte, dürfte dies wohl das endgültige Karriereende im Nationaldress bedeuten. Der gabunische Fußballverband äußerte sich zunächst nicht zu den Vorgängen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.



