Post aus Trump-Umfeld zeigt Grönland mit "SOON": Premier sagt "nicht zu verkaufen"

upday.com 1 dzień temu
Die US-Flagge weht vor dem amerikanischen Konsulat in Nuuk, Grönland (Symbolbild) (Photo by Leon Neal/Getty Images) Getty Images

Ein provokanter Social-Media-Post hat die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Dänemark erschüttert. Katie Miller, Ehefrau von US-Präsident Donald Trumps stellvertretendem Stabschef Stephen Miller, veröffentlichte am Samstag auf X ein Bild von Grönland in den Farben der US-Flagge mit dem Schriftzug «SOON» (Bald). Die Reaktionen aus Kopenhagen und Grönland folgten prompt.

Grönlands Premierminister Jens-Frederik Nielsen kritisierte den Post am Sonntag scharf auf Facebook: «Dieses Bild ist respektlos. Die Beziehungen zwischen Ländern und Völkern basieren auf gegenseitigem Respekt und internationalem Recht - nicht auf Symbolen, die unseren Status und unsere Rechte missachten.» Er stellte klar: Grönland sei «nicht zu verkaufen». Soziale Medien entscheiden nicht über die Zukunft des Landes.

Diplomatischer Affront

Der dänische Botschafter in den USA, Jesper Møller Sørensen, reagierte ebenfalls auf X mit einer deutlichen Botschaft. Er erinnerte daran, dass die USA und das Königreich Dänemark «enge Verbündete sind und als solche weiter zusammenarbeiten müssen». Zugleich forderte er «den vollständigen Respekt der territorialen Integrität des Königreichs Dänemark».

Der Vorfall erhält zusätzliche Brisanz durch die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Trump. In einem Telefoninterview mit dem Magazin The Atlantic bekräftigte er am Sonntag: «Wir brauchen Grönland absolut. Wir brauchen es aus Verteidigungsgründen.» Russische und chinesische Schiffe umgeben die arktische Insel, so Trump.

Sondergesandter und strategische Interessen

Ende Dezember hatte Trump Jeff Landry als Sondergesandten für Grönland ernannt. Landry formulierte seine Aufgabe auf Social Media offen: die «Eingliederung Grönlands in die USA». Diese Ernennung sorgte in Grönland selbst, in Kopenhagen und in der EU für Empörung.

Grönland ist als weitgehend autonomes Territorium Teil des Königreichs Dänemark. Die größte Insel der Welt liegt im Nordatlantik und Arktischen Ozean zwischen Nordamerika und Europa.

Ihre strategische Lage ist brisant: Grönland liegt auf einer direkten Flugbahn für potenzielle Raketen zwischen Russland und den USA. Zudem lagern in Grönlands Boden wertvolle, größtenteils ungenutzte Rohstoffe.

Kontext Venezuela-Operation

Katie Millers Post erfolgte unmittelbar nach einer US-Militäroperation in Venezuela, bei der US-Streitkräfte Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau gefangen nahmen. Experten werten die Venezuela-Aktion als Warnsignal für US-Verbündete, die Trumps Drohungen bezüglich strategisch wichtiger Ressourcen ernst nehmen müssen - angefangen mit Grönland.

Premierminister Nielsen versuchte, die Bevölkerung zu beruhigen: «Es gibt keinen Grund zur Panik oder Sorge.» Gleichzeitig machte er deutlich, dass die territoriale Integrität Grönlands nicht verhandelbar sei.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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