Ein 27-jähriger chinesischer Student steht seit heute vor dem Landgericht München I. Die Anklage wirft Zhongyi J. vor, seine Partnerin fast zwei Jahre lang wiederholt betäubt, vergewaltigt und gefilmt zu haben. Die Vorwürfe wiegen schwer: siebenfacher versuchter Mord, Vergewaltigung, gefährliche Körperverletzung.
Der Fall erinnert an den Pelicot-Prozess in Frankreich, bei dem ein Mann seine Frau jahrelang betäubte und Fremden zur Vergewaltigung anbot.
Er soll die Taten zwischen Februar 2023 und Dezember 2024 in München-Ludwigsvorstadt begangen haben. Der Angeklagte soll starke Schlaf-, Beruhigungs- und Narkosemittel über den Messenger-Dienst Telegram bestellt haben. Laut Anklage machte er seine damalige Partnerin und Nachbarin «vollständig wehrlos», um sexuelle Handlungen vorzunehmen, denen sie bei Bewusstsein nicht zugestimmt hätte.
Die Ermittler sprechen von einem «planvollen Vorgehen». Der Angeklagte soll die Taten gefilmt und kontrolliert beobachtet haben. Die Ermittler gehen von wiederholten bewussten Entscheidungen aus, nicht von isolierten Eskalationen.
Lebensbedrohliche Folgen
Staatsanwalt Christoph Limmer beschrieb vor Gericht die lebensgefährlichen Konsequenzen der Betäubung. Die Drogen schalteten die Schutzmechanismen des Körpers aus, akute Erstickungsgefahr und das Risiko eines tödlichen Atemversagens hätten bestanden. Die Frau überlebte nur durch Zufall, nicht durch Vorsichtsmaßnahmen des Angeklagten. Die Anklage wirft dem Studenten vor, den Tod seiner Partnerin «billigend in Kauf» genommen zu haben.
Der Anwalt des Angeklagten kündigte an, sein Mandant werde sich zu den Vorwürfen äußern – «Aber nicht heute und nicht morgen.» Zhongyi J. sitzt seit Dezember 2024 in Untersuchungshaft. Das Gericht plant 18 Verhandlungstage, das Gericht will Ende März urteilen. Bei einer Verurteilung droht dem 27-Jährigen eine jahrelange Haftstrafe.
Parallelen zum Fall Pelicot
Der Münchner Fall weist Ähnlichkeiten zum Prozess gegen Dominique Pelicot in Frankreich auf. Der Franzose hatte seine Frau Gisèle Pelicot fast zehn Jahre lang wiederholt betäubt, missbraucht und Dutzenden Fremden zur Vergewaltigung angeboten. Das Gericht verurteilte ihn zu 20 Jahren Haft, 50 mitangeklagte Männer erhielten Strafen zwischen drei und 15 Jahren wegen schwerer Vergewaltigung.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.










