Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat ihr Auftaktspiel bei der Europameisterschaft (EM) gegen Österreich mit 30:27 gewonnen. Torhüter Andreas Wolff (34/Kiel) avancierte trotz einer schmerzhaften Augenverletzung zum Matchwinner mit zwölf Paraden – und lieferte damit die perfekte Antwort auf seine umstrittenen Vorfeld-Aussagen über den Gegner.
Der Ball traf Wolff mitten im Spiel direkt ins Auge. «Der Ball ist genau auf mein offenes Auge geflogen. Das ist nicht das Angenehmste. Ich musste es behandeln lassen, weil es mit Blut vollgelaufen ist und ich nur einen schwarzen Fleck gesehen habe [...]. Jetzt sehe ich wieder klar», erklärte Wolff nach der Partie. Dank der medizinischen Abteilung konnte er weitermachen.
Kritik an schwacher Offensive
Trotz des Sieges zeigte sich das Team des Deutschen Handballbunds (DHB) offensiv anfällig. Kapitän Johannes Golla (28/Flensburg) kritisierte: «Die zweite Halbzeit war zu schlampig.» Juri Knorr (25/Aalborg) beschrieb den Angriff als «[...] die ganze Zeit so lala». Bundestrainer Alfred Gíslason (66) bezeichnete das Power Play als zu schlecht. Das Team vergab freie Chancen, der Tempogegenstoß lief nicht wie zuletzt gegen Kroatien.
Die Abwehr hingegen zeigte phasenweise Medaillen-Niveau, besonders in der ersten Halbzeit mit aggressivem und kompaktem Spiel.
Junge Spieler wie Miro Schluroff (25), Tom Kiesler (24) und Matthes Langhoff (23) brachten Dynamik und bestätigten ihre Bundesliga-Leistungen.
Wolff relativiert Österreich-Kritik
Vor dem Spiel hatte Wolff Österreichs Spielweise als «unattraktiv» und von «Hässlichkeit» geprägt bezeichnet – besonders die Sieben-gegen-Sechs-Taktik. Die österreichischen Fans quittierten dies mit Pfiffen bei seiner Einwechslung.
Nach der Partie ruderte er teilweise zurück: «Natürlich ist eingehend zu klären, dass die Wortwahl überspitzt war. Das war natürlich nicht zu einhundert Prozent ernst gemeint [...]» Manche Instagram-Nachrichten hätten ihn erheitert, bei anderen sei ihm genau das, was heute passiert ist, nicht gewünscht worden.
Seine Grundhaltung bekräftigte Wolff aber: «Ich bin absolut kein Fan von dieser Spielweise und ich denke, insbesondere die erste Halbzeit hat mir recht gegeben.» Bundestrainer Gíslason lobte seinen Torhüter: «Wenn man solche Aussagen macht, muss man liefern. Das hat er gemacht.»
Am Samstag um 20:30 Uhr (ARD und Dyn live) geht es gegen Serbien weiter. Vor allem im Rückraum, wo unter anderem Knorr und Marko Grgic (22/Flensburg) unter ihren Möglichkeiten blieben, muss deutlich mehr kommen, wenn Deutschland im Turnier weiterkommen will.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.






