Max Langenhan hat Deutschland die erste Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo beschert. Der Weltmeister gewann den Rodel-Wettbewerb im Einzel der Herren mit vier Bahnrekorden – trotz eines steifen Halses, der ihn stark behinderte.
Der 26-Jährige setzte sich mit 0,596 Sekunden Vorsprung vor dem Österreicher Jonas Müller durch. Bronze holte der Italiener Dominik Fischnaller. Langenhan sagte dem ZDF nach seinem Triumph: «Die Medaille hängt ein bisschen schwer. Ich habe ganz schön Nackenprobleme.»
Sieg trotz körperlichem Handicap
Langenhan hatte während des Wettkampfs mit massiven Nackenproblemen zu kämpfen. Er erwog sogar, aufzugeben, konnte aber nach intensiven Massagen antreten. «Ich wollte hier bei Olympia vier perfekte Läufe hinlegen. Diese Chance wurde mir mit dem steifen Hals genommen. Ich war froh, dass ich den Hals überhaupt ein wenig bewegen konnte», erklärte der 1,90 Meter große und 100 Kilogramm schwere Athlet.
Für den Notfall stand eine Spritze zur Muskelentspannung bereit. Trotz des Handicaps dominierte Langenhan auf der 1.445 Meter langen, neu gebauten Eisbahn. Er führte vor dem vierten und letzten Lauf bereits mit 0,294 Sekunden Vorsprung.
Felix Loch enttäuscht
Weltcup-Spitzenreiter Felix Loch, der als Favorit galt, wurde nur Sechster. Der Thüringer, der als «Parade-Bayer» gilt, nahm zum fünften Mal an Olympischen Winterspielen teil. Nach zweimal Gold (Vancouver 2010, Sotschi 2014) und einem vierten Platz in Peking blieb ihm diesmal eine Medaille verwehrt.
Loch lobte Langenhan dennoch: «Was der Max die zwei Tage runtergerissen hat, ist einfach sensationell.» Über seine eigene Leistung zeigte er sich frustriert. Er touchierte in der ersten und dritten Fahrt die Bande am Anschubpodest. «Es scheint vielleicht nicht genau das richtige Set-up zu sein. Schade, dass es gerade bei Olympia passiert», sagte Loch.
Emotionaler Triumph
Langenhan zeigte sich überwältigt von seinem Erfolg. «Das ist irgendwie schon cool. Ich bin super happy, dass die ganze Performance zusammengekommen ist. Ich bin dankbar für jede Person, die ich auf dem Weg kennenlernen durfte. Die haben das gemacht. Am Ende darf ich mir die Medaille umhängen, aber eigentlich müssten 300 Leute so eine Medaille bekommen, weil die alle Teil des großen Ganzen sind», sagte er dem ZDF.
Thomas Schwab, Vorstandsvorsitzender des Bob- und Schlittenverbands, würdigte die Leistung: «Ein guter Auftakt ist immer wichtig. Eine Goldmedaille, was will man mehr. Es war wirklich eine tolle Leistung von Max Langenhan, der in einer souveränen Art als junger Bursche die Goldmedaille holt. Respekt vor seiner Leistung.»
Rund 100 Fans verfolgten Langenhans Goldsieg vor Ort. Seine Freundin Susanne gab ihm nach dem Triumph einen Kuss, auch seine Eltern und vier Geschwister waren dabei. Der Chemnitzer Timon Grancagnolo komplettierte das deutsche Ergebnis auf Platz neun.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.









