US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch US-Rüstungsunternehmen mit drastischen Maßnahmen gedroht. Er kündigte auf Truth Social an, Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe zu verbieten, bis die Firmen ihre Produktion beschleunigen. Zugleich will Trump die Managergehälter auf maximal fünf Millionen Dollar pro Jahr deckeln.
Trump begründete den Schritt mit zu langsamer Waffenproduktion. Die Unternehmen produzierten «auf Kosten und zum Nachteil von Investitionen in Produktionsanlagen und Ausrüstung», schrieb er. Die Rüstungskonzerne stellten «unsere großartige Militärausrüstung nicht schnell genug» her und warteten sie «nach der Herstellung nicht ordnungsgemäß oder schnell».
Besonders scharfe Kritik an Raytheon
Den Konzern Raytheon griff Trump besonders scharf an. «Ich wurde vom Kriegsministerium darüber informiert, dass der Rüstungskonzern Raytheon am wenigsten auf die Bedürfnisse des Kriegsministeriums eingegangen ist, am langsamsten sein Volumen gesteigert hat und am aggressivsten Ausgaben für seine Aktionäre getätigt hat, anstatt sich um die Bedürfnisse und Anforderungen des US-Militärs zu kümmern», erklärte Trump. «Das wird künftig nicht mehr erlaubt oder toleriert!»
Die Managergehälter nannte Trump «exorbitant und nicht zu rechtfertigen, wenn man bedenkt, wie langsam diese Unternehmen lebenswichtige Ausrüstung an unser Militär und unsere Verbündeten liefern». Der Lockheed-Martin-Chef James Taiclet verdiente im vergangenen Jahr rund 24 Millionen Dollar, Northrop-Grumman-Chefin Kathy Warden sogar noch etwas mehr.
Börsenreaktion und rechtliche Unsicherheit
Die Aktien großer Rüstungskonzerne reagierten am Mittwoch mit Kursverlusten. Lockheed Martin fiel um knapp fünf Prozent, Northrop Grumman verlor 5,5 Prozent, General Dynamics gab um vier Prozent nach.
Trump ließ offen, wie er die angekündigten Verbote rechtlich durchsetzen will. Er plant eine Durchführungsverordnung (Executive Order), doch die Maßnahmen könnten gegen die Pflichten von Vorstandsmitgliedern gegenüber ihren Aktionären verstoßen.
Kontext: Militärbudget und «Kriegsministerium»
Trump hat das Verteidigungsministerium in seiner zweiten Amtszeit in «Kriegsministerium» umbenannt. Er plant, das Militärbudget für das Haushaltsjahr 2027 von einer auf 1,5 Billionen Dollar zu erhöhen. In seiner Order betonte er: «Unsere Nation kann nur dann in Frieden leben, wenn wir Stärke bewahren.»
Der Präsident wirft der Rüstungsindustrie vor, in den vergangenen Jahren falsche Prioritäten gesetzt zu haben - die Rendite für Investoren «über die Bedürfnisse unserer Soldaten zu stellen». Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe dienen üblicherweise dazu, Investitionen attraktiver zu machen und Aktienkurse zu stützen. Kritiker monieren allerdings, diese Praxis könne Mittel für langfristige Investitionen, Forschung oder den Ausbau von Produktionskapazitäten entziehen.
Trump kündigte an, die Verbote erst aufzuheben, wenn die Unternehmen in «neue und moderne» Produktionsanlagen investiert haben und die «Probleme» behoben sind.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.




