Ukraine-Gipfel in Paris: 35 Länder beraten über Friedenstruppe

upday.com 1 dzień temu
Die «Koalition der Willigen» will mit US-Vertretern über die Absicherung eines Waffenstillstands und möglichen Friedens in der Ukraine beraten. (Archivbild) Kay Nietfeld/dpa

Westliche Unterstützer der Ukraine sind in Paris zusammengekommen, um über die künftige Sicherheit des von Russland angegriffenen Landes zu beraten. An dem Treffen der "Koalition der Willigen" nahmen Vertreter aus 35 Ländern teil, darunter 27 Staats- und Regierungschefs. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reisten an. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein möglicher Waffenstillstand oder Frieden abgesichert werden kann.

Selenskyj betonte nach seiner Ankunft, die Gespräche würden der Ukraine mehr Sicherheit und Stärke bringen. Er vertraue auf die Partner und auf Schritte, die echte Sicherheit garantieren. Zugleich bekräftigte der ukrainische Staatschef seine Forderung nach stärkerer Luftabwehr. Die russischen Angriffe hielten an, sagte er. Darüber sprach er auch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Diskussion über multinationale Friedenstruppe

Die "Koalition der Willigen" wird von Frankreich und Großbritannien angeführt. Bereits im September hatten 26 westliche Länder ihre Bereitschaft erklärt, Truppen zur Sicherung eines Waffenstillstands oder Friedens zwischen Russland und der Ukraine zu entsenden. Dabei könnte es sich um Boden-, Luft- oder Seestreitkräfte handeln.

Frankreich stellte klar, dass eine solche multinationale Truppe der Friedenssicherung aus der Distanz dienen würde, nicht dem Fronteinsatz. Die Truppen müssten nicht zwingend in der Ukraine stationiert werden, sondern könnten auch nahe der Grenzen oder in der Region eingesetzt werden. Ziel wäre es, neue große Aggressionen zu verhindern und zur dauerhaften Sicherheit der Ukraine beizutragen.

Unklare Positionen von USA und Deutschland

Welchen Beitrag die USA zum Frieden in der Ukraine leisten werden, bleibt unklar. An dem Pariser Treffen nahmen der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, teil. Ein hochrangiger US-Beamter hatte zuvor erklärt, die Entsendung von US-Bodentruppen sei nicht geplant. Trump hatte allerdings früher angekündigt, europäische Verbündete aus der Luft zu unterstützen. Witkoff hatte jüngste Gespräche als «produktiv» bezeichnet.

Auch die Bundesregierung hat sich noch nicht klar positioniert, welche Beiträge sie zu einer möglichen Friedenstruppe leisten würde. Eine Beteiligung der Bundeswehr bleibt offen.

Russland lehnt ausländische Truppen strikt ab

Moskau weist die Präsenz ausländischer Truppen, insbesondere aus NATO-Staaten, in der Ukraine strikt zurück. Russland betrachtet solche Kräfte als legitime Ziele für die russische Armee. Der Kreml bezeichnet die "Koalition der Willigen" als europäisches Projekt und lehnt sie ab. Moskau wirft den europäischen Staaten vor, den Krieg zu verlängern und feindlich zu sein. Die Kreml-Führung setzt darauf, Konfliktfragen bilateral mit Trump zu klösen.

Welche Länder in welchem Umfang Soldaten und militärisches Gerät zu einer möglichen Friedenstruppe beitragen würden, ist weiterhin ungeklärt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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