Die italienische Regierung versucht, die Wogen nach heftiger öffentlicher Empörung über den geplanten Einsatz von US-Einwanderungsbeamten bei den Olympischen Winterspielen zu glätten. Innenminister Matteo Piantedosi stellte klar: Die Beamten der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE würden «ausschließlich innerhalb ihrer diplomatischen Vertretungen und nicht auf dem Staatsgebiet tätig sein» und hätten «keinerlei Befugnisse auf italienischem Staatsgebiet». Die Winterspiele beginnen am 6. Februar in Mailand und Cortina d'Ampezzo.
Die Debatte war am Dienstag losgebrochen, als bekannt wurde, dass ICE-Personal die Sicherheit vor Ort unterstützen soll. Das US-Heimatschutzministerium hatte erklärt, eine Einheit werde den diplomatischen Sicherheitsdienst des Außenministeriums unterstützen. Einwanderungsmaßnahmen würden «selbstverständlich» nicht durchgesetzt.
Scharfe Kritik aus Mailand
Der Mailänder Bürgermeister Giuseppe Sala reagierte mit harschen Worten auf die Pläne. «Als Bürgermeister von Mailand und als Italiener möchte ich auf keinen Fall, dass diese private Polizeitruppe nach Mailand kommt», sagte er. «Es handelt sich um eine Polizei, die völlig illegal agiert und tötet.»
Die Regierung von Giorgia Meloni, die als enge Verbündete von US-Präsident Donald Trump gilt, ist um Schadensbegrenzung bemüht. Piantedosi traf sich mit dem US-Botschafter in Rom, um die ICE-Entsendung zu besprechen. In einer anschließenden Mitteilung betonte der Innenminister, es handele sich nicht um den «operativen Arm» der Behörde.
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